Krankenstände auf Rekordtief: Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung greifen

Mitterlehner : Positive Bewusstseinsbildung bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern - positiver Trend beim Rückgang der Krankenstände soll weiter fortgesetzt werden

Wien (PWK671) - Nach Schätzungen des Hauptverbandes dürfte die Dauer der Krankenstände im heurigen Jahr auf ein absolutes Rekordtief von 12,5 Tagen fallen. 1993 waren es noch im Schnitt 15,1 Tage.

Die Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung, die von der Wirtschaftskammer durch zahlreiche Aktivitäten den Unternehmen näher gebracht wurden, scheinen zu greifen, freut sich der stellvertretende Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Reinhold Mitterlehner: " Seit dem Jahr 2000 bis jetzt ist die Krankenstandsdauer pro Beschäftigten von 14,1 auf 12, 5 Tage zurückgegangen. Da auch in den vergangenen Jahren die Konjunkturlage nicht berauschend war, kann die flaue wirtschaftliche Entwicklung alleine nicht ausschlaggebend für den kontinuierlichen Rückgang der Krankenstände sein. Offenkundig haben hier die Aktionen rund um die betriebliche Gesundheitsförderung, die umfassenden Präventions- und Unfallverhütungsmaßnahmen der Unfallversicherung und der Gewerblichen Sozialversicherung als auch die von den Sozialpartnern initiierte Reform des Arbeitnehmerschutzes ebenso positiv gegriffen wie die diversen gesundheitsfördernden Maßnahmen im Rahmen der Aktivitäten der Betriebe rund um das Thema corporate social responsibility. Hier ist eine klare positive Bewußtseinsbildung in den Unternehmen, bei Arbeitgebern und bei Arbeitnehmern erfolgt."

Mit Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) können ua. Ältere länger im Arbeitsprozess bleiben und Krankenstände reduziert werden. Mitterlehner:" Der Konzern RHI verzeichnete nach erfolgreicher Durchführung eines BGF-Projektes einen Rückgang der Krankenstandszahlen von rund 30 Prozent."

Den Unternehmen erwuchsen aus den Krankenständen im Jahr 2002 laut einer IHS-Studie direkte Kosten (aus der Entgeltfortzahlung) von 1,4 Mrd. Euro, die indirekten Kosten (Produktionsausfälle, Ersatzarbeitskräfte etc.) beliefen sich auf bis zu 5,6 Mrd. Euro, dazu kommen noch Kosten für die Sozialversicherung von knapp 800 Mio. EUR. Mitterlehner: "Verbesserungen zahlen sich somit aus, entlasten die Unternehmer, die Erwerbstätigen und auch unser Gesundheitssystem! Die Wirtschaftskammer wird daher die Aktivitäten rund um die Betriebliche Gesundheitsförderung noch weiter intensivieren. Mit einem Bündel von weiteren Maßnahmen wie Anreizen für Betriebe und Arbeitnehmer, einer besseren Kooperation mit Krankenkassen und insbesondere Ärzten wollen wir die Dauer der Krankenstände weiter senken." (RH)

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