WKÖ und BMI geben Startschuss zur Sicherheitsoffensive für Betriebe

Hochhauser: Österreich-Roadshow soll Unternehmen beraten und Sorgen nehmen - Strasser: Prävention ist beste Maßnahme zur Kriminalitätsbekämpfung

Wien (PWK670) - "70 Prozent der österreichischen Unternehmen, vor allem in den Grenzregionen der östlichen Bundesländern, halten zunehmende Kriminalität für eine ernste Gefahr. 88 Prozent verlangen Maßnahmen vor allem gegen Einbruch und organisierte Kriminalität. Wir nehmen diese Sorgen unserer Betriebe ernst und zum Anlass gemeinsam mit dem Innenministerium eine umfangreiche Informations- und Beratungsoffensive zum Thema Sicherheit zu starten", erklärte die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, Anna Maria Hochhauser, heute Mittwoch, bei einer Pressekonferenz mit Innenminister Ernst Strasser. Am 1. Oktober findet in Graz der Auftakt einer Sicherheits-Roadshow statt, bei der die WKÖ, das Innenministerium (BMI), das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) und die Internationale Handelskammer (ICC) vor allem Klein- und Mittelbetriebe über mögliche Gefahren aufklären und ihnen praktische Tipps zur Prävention mitgeben. "Innerhalb der nächsten Wochen besuchen wir spezifische Grenzbezirke in Ostösterreich sowie die Landeshauptstädte und möchten damit einen Beitrag zu mehr Sicherheit und größerem Sicherheitsgefühl bei den Unternehmen leisten", streicht Hochhauser die Zielrichtung der österreichweiten Beratungsaktion hervor.

Bundesminister Strasser wies darauf hin, dass die erfolgreichste Bekämpfung der Kriminalität die Prävention sei. Darauf liege daher auch der Schwerpunkt der gemeinsamen Informationsoffensive mit der Wirtschaftskammer. Der Innenminister wies darauf hin, dass Österreich bei persönlicher und privater Sicherheit gemäß einem internationalen Ranking "das sicherste Land der Welt ist. Und Österreich ist auch für die Zukunft gut gerüstet." So laufe die Zusammenführung von Polizei und Gendarmerie (Team 04) flüssig voran und auch andere Maßnahmen zur Bekämpfung importierter Kriminalität zeigten Wirkung. So sank die Kriminalität im August um 3 Prozent, in Ostösterreich sogar um 13 Prozent.

Spezifische Delikte, bei denen Unternehmen involviert sind, wie beispielsweise Überfälle auf Kioske und Schmuckgeschäfte, nahmen jedoch zu. Besorgt sei insbesondere der Handel, was sich sowohl bei der market-Umfrage im April als auch bei der im Sommer eingerichteten Sicherheits-Hotline (0800-221221) von WKÖ und BMI zeige, berichtete Hochhauser. Knapp ein Drittel der Hotline-Anrufer - durchwegs Kammermitglieder - erkundigten sich zu Einbruch/Raub in Geschäftslokalen, 17 Prozent über Ladendiebstahl und rund 8 Prozent zu illegalen Produktkopien. Dabei seien die Unternehmen aber auch durchaus bereit, selbst aktiv zu werden, betont die Generalsekretärin: "Sie bringen Präventionsmaßnahmen großes Interesse entgegen. 42 Prozent der Anrufe bezogen sich auf die Unterstützung für vorbeugende Maßnahmen gegen Kriminalität, was ja mit der Sicherheits-Roadshow sehr gut abgedeckt wird." Auch eine Sicherheitsbroschüre von WKÖ und BMI, die den Unternehmen ab jetzt zur Verfügung steht, soll in dieser Richtung breite und detaillierte Aufklärungsarbeit leisten. Klar strukturiert und leicht lesbar werden hier kriminalistische Tipps zu allen unternehmensrelevanten Sicherheitsfragen gegeben.

Hochhauser: "Auch wenn die Wirtschaftskriminalität nur 1 bis 3 Prozent Anteil an der Gesamtzahl der Delikte in Österreich ausmacht, ist sie zugleich aber für 50 bis 70 Prozent des Gesamtschadens verantwortlich. Die Sicherheit der Betriebe ist auch eine wesentliche Voraussetzung für einen florierenden Wirtschaftsstandort. Mit der gemeinsamen Beratungsoffensive von Wirtschaft und Exekutive wollen wir einen Beitrag für sichere Betriebe in einem sicheren Österreich -so das Motto der Kampagne - leisten und diese auch in Zukunft gewährleisten." (Ne)

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