NEWS: Pechlaner will Tiergarten Schönbrunn großflächig ausbauen

Tiergarten-Chef will Millionen-Sanierung vor Abgang in die Pension in zwei Jahren abschließen

Wien (OTS) - Helmut Pechlaner will den Schönbrunner Tiergarten großflächig ausbauen. Das kündigt der Tiergarten-Boss in einem Interview in der aktuellen NEWS-Ausgabe an. Konkret soll das Areal rund um ein altes Palmenhaus am Rande des Tiergartens - das derzeit der Hochschule für angewandte Kunst als Filmstudio dient - künftig zoologisch genutzt werden.

Pechlaner hat bereits ein fix-fertiges Konzept für den Ausbau. Die Eckdaten des ehrgeizigen Projekts: An der Westseite des Schönbrunner Tiergartens soll in Höhe des Verwaltungsgebäudes ein teilweise übertunnelter Weg durch den botanischen Garten zu diesem Palmenhaus führen.

Auf dem Areal selbst sollen ein neues Orang Utan-Gehege, ein großes Vortrags- und Veranstaltungszentrum und Räumlichkeiten für die hauseigene Bibliothek und die zoopädagogische Abteilung entstehen. Und schließlich ist an der straßenseitig (Maxingstraße) gelegenen Front des Palmenhauses ein Vorplatz mit kleinem Busbahnhof für Gruppenreisende geplant.

Was derzeit noch fehlt, sind Zustimmung und monetäre Unterstützung des Eigentümers - also der Republik Österreich. Diese muss zunächst Ersatzräumlichkeiten für die Hochschule und in weiterer Folge zehn Millionen Euro für die Realisierung des Projekts bereitstellen. Damit, so Pechlaner, würde letztendlich auch "der letzte Schandfleck im Weltkulturerbe Schönbrunn verschwinden."

Für den begnadeten Selbstvermarkter Pechlaner dürfte die Aufbringung der finanziellen Mittel freilich keine allzu große Herausforderung sein. Konnte er doch in den vergangenen 12 Jahren beachtliche 51 Millionen Euro für Neubauten und Generalsanierungen der einstmaligen Privatmenagerie des Kaiserhauses aus der Staatskassa lukrieren.

Der feierlichen Eröffnung - "realistischerweise nicht vor Ende 2007" - wird der promovierte Tier-Doktor nur noch als Zuschauer beiwohnen: "Ende 2006 gehe ich in Pension. Mein Nachfolger soll schließlich auch noch Arbeit haben."

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