Safaripark Gänserndorf: Ab Freitag sind Tiere ohne Betreuung!

Kerschbaum: "Wo bleibt das Hilfsangebot des Landeshauptmanns?"

St. Pölten (Grüne) - Seit einem Monat ist es still geworden rund um den Safaripark. Die Tiere sind zum Großteil verkauft - für jene Tiere, die noch im Safaripark sind, gibt es ab Freitag keine Betreuung und auch keine Futtermittel mehr. "Wo bleibt die versprochene Hilfe des Landeshauptmanns, der medial versprochen hat, die Tiere nicht im Stich zu lassen", fragt die Grüne Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum. Nachdem nun alle BetreuerInnen endgültig gekündigt wurden, steht die Drohung der fachgerechten Tötung im Raum. Kerschbaum: "Für die Laboraffen der Firma Baxter ist der Abtransport nach Südafrika im Gespräch - was dort mit ihnen passiert, steht in den Sternen."

Die MitarbeiterInnen des Safariparks haben inzwischen ihre 5. (!) Kündigung hinter sich. Ab Freitag müssen sie die Tiere endgültig im Stich lassen. Die Verantwortung für diese Tierquälerei ist auf mehrere Beteiligten aufgeteilt. Jeder einzelne wäscht seine Hände in Unschuld. Die Firma Baxter versichert, die "Affenpension" weiterzubezahlen - wobei aber klar ist, dass diese Pension nur etwa ein Drittel der Betreuungskosten deckt. Das Primatenprojekt kann sich nur rechnen, wenn weitere Einnahmen hinzukommen.

Kerschbaum: "Landeshauptmann Erwin Pröll hat im Jänner noch kundgetan, dass kein Tier verhungern muss. Seither verweigert das Land aber beständig eine dauerhafte Unterstützung des Parks durch die öffentliche Hand. Aus der Verantwortung des Landes, die sich aus dem Tierschutzgesetz jetzt aber ergibt, wird er sich nicht drücken können."

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