Kinderwagen im "Konsument"-Test: Nur zwei eingeschränkt empfehlenswert

Liegekörbe und Tragtaschen zu eng. Mängel bei Gurtsystemen und Bremsen

Wien (OTS) - Kombi-Kinderwagen sind eine praktische Sache - sie wachsen mit den Kleinen mit. Aber nur wenige Modelle werden den Ansprüchen von Babys und ihren Eltern gerecht. Das zeigt ein aktueller Test des Verbrauchermagazins "Konsument" in Zusammenarbeit mit der deutschen Stiftung Warentest: Von zehn geprüften Modellen können die Tester nur zwei - eingeschränkt - empfehlen.

Die "Konsument"-Experten untersuchten insgesamt zehn Kombi-Kinderwagen - zwischen 300 und 600 Euro - mit Zubehör für den Transport vom Säugling bis zum Kleinkind. Bei "mitwachsenden" Modellen kommt im Babyalter der Liegekorb auf das Fahrgestell, später wird dieser gegen ein Sitzgestell ausgetauscht. Daneben gibt es aber auch Kinderwagen, bei denen statt des stabilen Babykorbes nur eine Tragtasche auf den flachgestellten Sitz geschoben wird. Da die Babykutschen eine ganze Weile im Einsatz bleiben, sollten sie beim Sitzen und Schlafen bequem sein. Gut anpassbare Fußstützen, eine ausreichend hohe Rückenlehne und genügend Sitzbreite garantieren auch später noch Bewegungsfreiheit.

Doch nur zwei Modelle erfüllen halbwegs die Kriterien der Tester -und sind trotzdem nur Mittelmaß. Bei Preisen von jeweils rund 600 Euro hatten sich die Experten mehr erwartet.

Die Kleinsten kommen im wahrsten Sinne zu kurz: Die Fachleute beurteilten die meisten Liegekörbe und alle Tragtaschen als zu eng. Letztere ernteten zusätzliche Kritik, weil sie zu weich und schlecht zu befestigen oder zum Transport des Kindes ungeeignet waren. "Konsument" empfiehlt Modelle mit stabilem Liegekomfort fürs Babyalter, die im Test allerdings nur spärlich vertreten waren.

Auch den Sitzen für Ältere, die nach der Babyphase folgen, fehlt jeglicher Komfort.

Als "nicht zufriedenstellend" erwies sich bei zwei Modellen der inzwischen vorgeschriebene Gurt. Bei Babywelt und Zekiwa ist er schlecht befestigt bzw. mangelhaft konstruiert. Und auch die seit vielen Jahren üblichen feststellbaren Bremsen haben nicht bei allen Testwagen einwandfrei funktioniert.

Mit zusätzlich angebotenen Handbremsen, die den Wagen aus schneller Fahrt abbremsen sollen, machten die Prüfpersonen eher schlechte Erfahrungen: Die Wirkung war unzuverlässig und ungleichmäßig, die Bremshebel unhandlich. Und wenn man sich auf die Handbremse als Feststellbremse verlässt, kann es sogar gefährlich werden, warnt das Verbrauchermagazin. Zudem bedürfen diese Bremsen zusätzlicher Wartung und machen den Kinderwagen um etwa zwei Kilogramm schwerer. Die getesteten Modelle wiegen zwischen 10 und 18 Kilogramm.

"Konsument"-Tipp: Extras wie ein schwenkbarer Schiebegriff erlauben einen schnellen Richtungswechsel des Wagens, wenn der kleine Fahrgast Wind oder Sonne ausgesetzt ist oder Sichtkontakt mit dem nach vorne schauenden Kind hergestellt werden soll.

Über weitere Details beim Kinderwagen-Kauf informiert "Konsument" in seiner Oktober-Ausgabe. Die ausführlichen Testergebnisse, eine Übersicht der untersuchten Modelle sowie Informationen zur Ausstattung präsentiert auch www.konsument.at.

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Eva Kolber
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
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