Werbemarkt Österreich 2008

Neue Prognos-Studie zur zukünftigen Entwicklung des österreichischen Werbemarktes

Wien (OTS) - Der österreichische Werbemarkt hat die Talsohle durchlaufen und entwickelt sich bis zum Jahr 2008 kontinuierlich aufwärts. Das ist die Kernaussage der neuen Studie "Werbemarkt Österreich 2008", welche die renommierte Schweizer Prognos AG am Mittwoch, dem 29. September 2004, Medien- und Agenturvertreter/-innen im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte.

Als Gastgeber und Mitauftraggeber der Studie begrüßte ORF-Enterprise-Geschäftsführer Walter Zinggl die anwesenden Gäste im Wiener ORF-Zentrum. Dr. Josef Trappel, Herausgeber der Prognos mediareports und Leiter des IPMZ transfer, Zentrum für Wissenstransfer und angewandte Medienforschung der Universität Zürich, und Daniel Hürst, Redaktionsleiter und Autor der Prognos mediareports, präsentierten die Ergebnisse der Mittelfrist-Prognose.

Plus 4,4 Prozent im Jahr 2004 - Bestes Ergebnis seit vier Jahren

Die Krise ist überstanden: Die verbesserte Konjunktur und ein gestiegenes Konsumentenvertrauen sorgen dafür, dass der Bruttowerbeaufwand im Jahr 2004 (statistisch bereinigt) um 4,4 Prozent steigt. Die österreichische Wirtschaft wird brutto knapp 100 Millionen Euro mehr Geld für Werbung ausgeben als noch 2003. Von diesem besten Ergebnis seit vier Jahren profitieren aber nicht alle Medien und Werbeträger: Gelbe Seiten und Illustrierte/Magazine verlieren, klassischer Prospekt, Kino, Außenwerbung und Tageszeitungen wachsen nur unterdurchschnittlich. Fernsehen, Radio, Online-Werbung, Fachzeitschriften und regionale Wochenzeitungen dürfen dagegen überdurchschnittliche Zuwächse erwarten.

Zusätzliche kräftige Impulse im Jahr 2005: plus fünf Prozent

Den Schwung aus dem Jahr 2004 kann der Werbemarkt auch in das Jahr 2005 mitnehmen. Konjunktur- und Konsumstimmung bleiben weiterhin gut. Die überwiegende Zahl der Wirtschaftsbereiche kann einen stärkeren Kommunikationsauftritt und damit erhöhte Werbebudgets ins Auge fassen. Für Produkt- und Dienstleistungsinnovationen besteht ein Nachholbedarf.

Im Segment der elektronischen Medien beleben neue Anbieter den Markt und auch die Expansionsphase bei regionalen Wochenzeitungen, die als einzige Werbeträger ohne Verlustjahr durch die Krise kamen, hält an. Fast alle Medien und Werbeträger schwenken 2005 wieder auf einen kontinuierlichen Wachstumskurs ein. Dieses Szenario blendet allerdings verbleibende externe Risken, die naturgemäß nicht prognostizierbar sind, aus.

Nach 2005: Werbemarkt in ruhiger Aufwärtstendenz

Bleiben die externen Risken für die Wirtschaftsentwicklung so überschaubar wie für die Prognose angenommen, kann sich der Werbemarkt auf der Basis eines soliden Wirtschaftswachstums auch nach 2005 weiter erholen. Im Jahr 2006 erreicht die Werbeintensität, also das Verhältnis von Werbeaufwand zu Bruttoinlandsprodukt, erstmals wieder die bisherige Rekordmarke der Jahre 2000 und 2001. Dies ist nun jedoch nicht mehr das Resultat einer überhitzten Werbekonjunktur, sondern Ausdruck des kontinuierlich wachsenden Kommunikationsbedarfs der Wirtschaft.

Im Jahr 2008 wird die Wirtschaft brutto fast 2,7 Mrd. Euro in Werbung investieren, das ist fast ein Viertel mehr als noch 2003. Da die Erfahrung der Krisenjahre nachwirkt, wird es aber bis zum Jahr 2008 kein überzogenes Werbewachstum mit zweistelligen Wachstumsraten des Gesamtmarktes geben. Der Wachstumsmarkt Werbung scheint dadurch vielleicht weniger attraktiv, den Werbeträgern und Medienunternehmen bleibt jedoch auch der Konsolidierungsschock erspart, der auf solche Phasen zwangsläufig folgt.

TV kommt Tageszeitungen nahe

Durch Marktanteilsgewinne vor allem bis 2006 rückt das Fernsehen den Tageszeitungen langsam, aber sicher immer näher. Bis zum Jahr 2008 können die Tageszeitungen dennoch ihre Position als größter Werbeträger in Österreich behaupten. Der Rückstand des Fernsehens wird sich bis dahin auf 20 Millionen Euro verkürzt haben.

Die Mittelfrist-Prognose "Werbemarkt Österreich 2008" des renommierten Schweizer Forschungsinstituts Prognos AG wurde 2004 bereits das fünfte Jahr in Folge durchgeführt. An der Finanzierung der Studie haben sich die ORF-Enterprise und die Partner OmniMedia/Gruppe Media Austria, Außenwerbung und der Manstein Verlag beteiligt.

Bei ihrer Vorstellung der Resultate wiesen die Autoren darauf hin, dass die österreichische Werbestatistik die Marktrealität nur unzureichend darstellt. Die Bruttozahlen sind zwar mit den Vorjahren hinreichend vergleichbar, ihnen ist aber nicht zu entnehmen, wie viel Geld im Werbemarkt tatsächlich fließt. Hierfür wäre eine Nettostatistik nach dem Vorbild in Deutschland oder der Schweiz erforderlich. Als ersten Schritt in Richtung mehr Markttransparenz veröffentlichte die ORF-Enterprise im März 2004 ihre Nettoumsätze 2003 und betonte die Bereitschaft, die vorgestellten Zahlen in eine Nettoerhebung des Gesamtmarktes einzubringen.

Die Prognos AG berät seit 1959 europaweit Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft in Zukunftsfragen. Auf Basis neutraler Analysen und fundierter Prognosen entwickelt Prognos praxisnahe Entscheidungsgrundlagen und Zukunftsstrategien für Unternehmen, öffentliche Auftraggeber und internationale Organisationen.

Rückfragen & Kontakt:

Herbert Hirner
B2B-Marketing & PR
Senior Manager PR & Redaktion Homepage

ORF-Enterprise GmbH & Co. KG
Würzburggasse 30
1136 Wien
Tel. +43 (0)1 / 87 0 77 - 14617
Fax +43 (0)1 / 87 0 77 - 13766
herbert.hirner@orf.at
http://enterprise.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK0001