Spindelegger: Van der Bellen soll für einheitliche Linie in eigener Partei sorgen

ÖVP vertritt klare Linie bei Türkei-Frage

Wien, 29. September 2004 (ÖVP-PK) Das SPÖ-Chaos rund um den EU-Beitritt der Türkei scheine sich bereits auf die Grünen auszudehnen, stellte heute, Mittwoch, der außenpolitische Sprecher der ÖVP Abg.z.NR Dr. Michael Spindelegger fest. Während sich Grünen-Chef Van der Bellen in seinem ORF-Sommerinterview noch sehr skeptisch gegenüber einem EU-Beitritt der Türkei zeigte und ihn auf Jahrzehnte hinausschieben wollte, werde nun von ihm ein "Ja zum Beitritt" propagiert. Auf der anderen Seite stehe der EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber, der Europa für nicht in der Lage hält, die Türkei aufzunehmen. Bevor Van der Bellen seine Kritik gegen die Österreichische Volkspartei in dieser Frage richte, sollte er für eine einheitliche Linie in der eigenen Partei sorgen. "Das SPÖ-Chaos scheint ansteckend zu sein", so Spindelegger.

Einzig die Österreichische Volkspartei vertrete in der Türkei-Frage eine klare Linie. "Verhandeln Ja, aber mit offenem Ziel", so lautet die von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel festgelegt Linie, sollte der Bericht der EU-Kommission positiv für die Türkei ausfallen. Als Parteichef wäre es strategisch vorteilhaft, sich über die aktuellen Aussagen der anderen Parteichefs zu informieren, so Spindelegger in Richtung Van der Bellen. Schließlich seien die Aussagen von Bundeskanzler Schüssel bereits seit einer Woche in allen Zeitungen nachzulesen.

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