Grossmann: Schleichendes Ende für Lipizzaner in Piber?

SPÖ-Abgeordnete sieht Gefahr für "steirische Marke"

Wien (SK) Besorgt zeigte sich die Voitsberger SPÖ-Abgeordnete Elisabeth Grossmann Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst über Informationen, wonach im niederösterreichischen Schloss Wetzdorf (NÖ) ab Juni 2005 ein Sommerquartier für Lipizzaner entstehen soll. "Nachdem im Bundesgestüt Piber bereits in den vergangenen Monaten Personal eingespart und gleichzeitig der Pferdebestand erhöht wurde", liege der Verdacht nahe, hier werde das schleichende Ende des weststeirischen Pferdeeldorados Piber vorbereitet. "Auch die Investitionen von 2,5 Millionen Euro in die Stallungen in Wetzdorf sind kein 'Lercherl', vor allem weil die Gesellschaft infolge ausgefallener Tourneen nicht gerade im Geld schwimmt. Von einer vorübergehenden Verlegung kann daher keine Rede sein", so Grossmann. ****

Vorerst 45, ab 2008 dann 85 Lipizzaner sollen für die Dauer von fünf Monaten im niederösterreichischen Ort untergebracht werden. Weiters werde es in einer für die Landesausstellung 2005 neu zu errichtenden Ausstellungshalle auch Vorführungen geben. Die Pferde sollen dort für die nächsten 20 Jahre fix beherbergt sein. Grossmann vermutet, "dass sich eine Lobby aus Onkel und Neffe Pröll eine steirische Marke unter den Nagel reißen will. Die niederösterreichische Landesausstellung dient dabei lediglich als willkommener Vorwand, denn diese behandelt die Themen Kreisgräber und Heldenberg, also nicht gerade typische Pferdethemen". Grossmann weiter: "Pferdekenner wissen, dass gerade die Rasse der Lipizzaner ihre Vitalität, Genügsamkeit und Trittsicherheit durch Ihre 'Sommerferien' auf der weststeirischen Stubalm erfahren."

"Die Lipizzaner sind seit 1920 in Piber in der Weststeiermark beheimatet. Das Gestüt feierte 1998 sein 200-jähriges Jubiläum. Die Lipizzaner sind neben Schilcher und Kernöl die steirische Marke schlechthin. Die steirische Landesausstellung 'Mythos Pferd' hat dies im Vorjahr unter Beweis gestellt", so Grossmann, die abschließend die steirische LH Klasnic aufforderte, "stark zu bleiben und für das steirische Juwel einzutreten und nicht wie beim Semmeringtunnel vor der niederösterreichischen Lobby in die Knie zu gehen!" (Schluss) cs/mp

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