Gehrer: Grundlagenforschung durch die EU fördern

EU-Forschungsminister berieten über EU-Forschungsrahmenprogramm

Brüssel (OTS) - "Europa muss eine führende Rolle auf dem Gebiet der Grundlagenforschung spielen. Deshalb ist es notwendig, die Grundlagenforschung durch das siebente EU-Rahmenprogramm gezielt zu fördern", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer gestern, Freitag, beim Rat Wettbewerbsfähigkeit in Brüssel. Wichtig ist Gehrer eine schlanke Verwaltung, um den administrativen Aufwand für die Forschenden möglichst gering zu halten und die zur Verfügung stehenden Gelder direkt der Forschung zu Gute kommen zu lassen. Für die Vergabe der Mittel muss die Exzellenz der Forschungsobjekte ausschlaggebend sein und die Forscherinnen und Forscher müssen die Themen frei wählen können.

Damit Europa der dynamischste und wettbewerbsfähigste wissensbasierte Raum der Welt wird, ist es notwenig, dass es eine ausreichende Anzahl gut qualifizierter Forscherinnen und Forscher gibt. Deshalb sollen im neuen Rahmenprogramm die Karrieremöglichkeiten von Forscherinnen und Forschern weiterentwickelt werden. Gehrer regte an, die von jungen Wissenschafterinnen und Wissenschaftern stark in Anspruch genommen Marie-Curie Aktionen auszubauen, da im sechsten Rahmenprogramm nur ein sehr geringer Anteil der Anträge tatsächlich gefördert werden konnte.

Zu dem von der EU-Kommission vorgelegten Zwischenbericht zum laufenden sechsten Forschungsrahmenprogramm hielt Gehrer fest, dass eine höhere Beteiligung der Wirtschaft und insbesondere der Klein-und Mittelbetriebe am Forschungsprogramm verfolgt werden soll und die dafür entwickelten Instrumente verstärkt eingesetzt werden.

Bei den Verhandlungen über den Standort von ITER - neue Fusionstechnologie - ist seit Dezember eine Patt-Situation eingetreten. Während Europa, Russland und China für den französischen Standort Cadarache eintreten, fordern die USA, Südkorea und Japan den Bau von ITER am japanischen Standort Rokkasho. Um die Patt-Situation zu beenden, hat die Kommission vorgeschlagen, dass die EU gemeinsam mit Russland und China in Europa baut und die drei anderen Partner zur Beteiligung einlädt. Gehrer unterstützt diesen Weg unter der Voraussetzung, dass es zu keinen Mehrkosten für Österreich kommt.

In der Diskussion über eine künftige europäische Strategie für Nanotechnologie wurde allgemein das große Potenzial hervorgehoben, dass die Nanotechnologie für die Lebensqualität, die nachhaltige Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie hat. Bildungsministerin Gehrer unterstützt die Ausarbeitung eines konkreten Aktionsplans für diese Zukunftstechnologie in den nächsten Monaten.

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