ÖBB: Größte Güterwagen-Werkstätte Österreichs öffnet seine Tore

Spektakuläre Blicke hinter die Kulissen eines 213.000 m2 Großbetriebs mitten in Wien

Wien (OTS) - ÖBB (Wien) - Kaum vorstellbar, aber hinter dem unscheinbaren Einfahrtstor zum Werk von ÖBB Technische Services in Wien Jedlersdorf verbirgt sich einer der größten Produktionsbetriebe für Schienenfahrzeuge in Österreich. Es ist mit Abstand das größte Güterwagen-Werk der ÖBB und breitet auf über 213.000 m2 Fläche eine hochmoderne und leistungsorientierte Servicestelle für die Herstellung und Instandhaltung von Güterwaggons der ÖBB und Dritter aus. Einen spektakulären Eindruck von diesen einzigartigen Dimensionen kann heute die interessierte Öffentlichkeit zwischen 9.00 und 17.00 Uhr bei einem großen Tag der offenen Tür mit freiem Eintritt gewinnen.****

Vom Schwellenlager zum Hochleistungsbetrieb

Bereits im Jahr 1926 haben die ÖBB das Gelände in Jedlersdorf erworben, um hier Platz für die Lagerung von Schwellen für den Bahnbau zu finden. Wenig später entstand am Standort eine kleine Reparaturwerkstätte für Draisinen. Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen schließlich Planungen für eine neue Halle, die in den Jahren darauf auch errichtet werden konnte und damit einen wichtigen Ersatzstandort für das weitgehend zerstörte Werk Floridsdorf lieferte. 1958 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen.

Eine der Hauptaufgaben gerade in dieser Zeit war, die stark abgewirtschaftet Güterwagenflotte wieder in Schwung zu bringen. Eine schrittweise Modernisierung der Anlagen (zuletzt durch die neue Lackierstraße 1999) und Neustrukturierung der Arbeitsabläufe und der Geschäfttätigkeit machten aus dem Standort ein Kompetenz-Center für Entwicklung, Neubau und Instandhaltung von Güterwagen aller Art sowie für die Reparatur und Prüfung sämtlicher Bremseinrichtungen für Loks und Waggons des gesamten Fuhrparks der ÖBB. Durch die Gründung der ÖBB Technische Services 1995 wurden die Weichen für einen marktorientierten, wirtschaftlich erfolgreichen und modernen Werkstättendienst endgültig gestellt.

Vom Kesselwaggon über den Stahlwaggon zum Salzwaggon

Güterwagen ist nicht gleich Güterwagen. Beim genaueren Hinsehen erkennen das auch Laien bei einem vorbeifahrenden Güterzug sehr schnell. Der "Einheits-Güterwagen" von einst gibt es nicht mehr. Immer mehr Spezialwaggons, die für bestimmte Produkte entwickelt wurden, setzen die ÖBB auf Schiene. Einen Hauptteil der Entwicklung und Produktion solcher Spezialwaggons passiert im Werk Jedlersdorf. Dieses kundenorientierte Denken und der innovative Geist der Fachleute ermöglicht der Wirtschaft, mit dem Waggon immer die richtige Verpackung ihrer wertvollen Ware zu haben.

Zur Zeit läuft unter anderem die Produktion des sogenannten Salzwaggons, der von den ÖBB in Zusammenarbeit mit dem Partner "Salinen Austria" entwickelt wurde. Hierbei handelt es sich um einen eigens für den Transport von Speisesalz optimierten Waggon, der sowohl gegen die hohe Erosionstätigkeit des Salzes beständig ist als auch die gesundheitlichen Rahmenbedingungen dieses unersetzlichen Lebensmittels erfüllt.

Arbeitsplatz für Hunderte Fachleute

430 Mitarbeiter sind im ÖBB Werk Jedlersdorf zur Zeit mit der Bearbeitung und Wartung von durchschnittlich 4.400 Güterwagen und 75.000 Komponenten pro Jahr beschäftigt. Ihnen stehen 15 km Gleise und 36.400 m2 Produktionshallen zu Verfügung, ebenso 573 Maschinen und maschinelle Anlagen. Von Bedarfsausbesserungen über marktgerechte Adaptierungen nach den Wünschen der Kunden bis hin zu Neubauten und der Entwicklung von Prototypen völlig neuer Generationen von Güterwagen ist alles im Programm. Damit hat sich der Standort Jedlersdorf als modernes Kompetenz-Center im Schienengüterverkehrs einen Namen gemacht und etabliert.

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