Park & Ride - Anlage Tullnerbach in Rekordzeit errichtet

Verbesserung für Pendler

Mit der feierlichen Übergabe der neuen Park & Ride - Anlage Tullnerbach, die in einer Rekordbauzeit von nur 3 Monaten errichtet wurde, stehen den Pendlern der Region Tullnerbach-Pressbaum 122 PKW-Stellplätze und 24 überdachte Zweiradstellplätze zur Verfügung. Das Investitionsvolumen beträgt 522.000 Euro. Die P & R - Anlage ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Niederösterreich, der Marktgemeinde Tullnerbach und den ÖBB, mit einem Finanzierungsschlüssel von 50 % ÖBB (Bund), 40 % Land Niederösterreich und 10 % Marktgemeinde Tullnerbach. Die Marktgemeinde Pressbaum wird sich an den Kosten beteiligen. Die feierliche Übergabe erfolgte am Freitag, den 24. September 2004, im Beisein zahlreicher Ehrengäste.

Details zur neuen P & R - Anlage

Die Erschließung der neuen Anlage, die in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes Tullnerbach-Pressbaum liegt, erfolgte über die Bahnhofzufahrtsstraße. Stellplätze und Fahrbahnen wurden in Asphalt ausgeführt. Die Einfassung erfolgte mit Randsteinen aus Beton. Komfort bietet auch eine entsprechende Beleuchtung. Die im Projekt berücksichtigten Grünflächen wurden mit Bodendeckern bepflanzt und geben der neuen Anlage ein freundliches Outfit. Die Oberflächenwässer gelangen über offene Fugen in den Leistensteinen in ein Versitzbecken. Auch auf das Ortsbild wurde Rücksicht genommen. So wurde die Überdachung der Zweiradabstellplätze in gefälliger Holz-bauweise errichtet. Mit der Bauausführung wurde die ÖBB Planung & Engineering beauftragt. Die neue Park & Ride - Anlage entlastet Bevölkerung und Umwelt und erspart den Bahnreisenden Zeit und Stress bei der Parkplatzsuche. Die 122 Parkplätze stehen den Benutzern kostenlos zur Verfügung.

Um 2,18 Euro von Tullnerbach-Pressbaum nach Wien und zurück

Dass Bahn fahren für Pendler äußerst preiswert ist und bei weitem günstiger als das Auto kommt, lässt sich bei näherer Betrachtung belegen. So kostet eine Wochenkarte (VOR) in der angeführten Relation 13,- Euro, eine Monatskarte 48.- Euro und die Jahreskarte kommt auf 480,- Euro. Nimmt man den Durchschnitt bei einer Monatskarte, so beträgt der Fahrpreis bei 22 Werktagen für die Hin- und Rückfahrt Tullnerbach-Pressbaum - Wien Westbf täglich 2,18 Euro - Stau- und stressfreie Fahrt inklusive.

Zügiger P&R-Ausbau und modernstes Wagenmaterial auf der Westbahn

Der in den letzten Jahren forcierte Ausbau von Park&Ride-Anlagen und der Einsatz der neuen Doppelstockwagen führen zu einer spürbaren Verbesserung des Reisekomforts für die Bahnkunden und Pendler entlang der Westbahn. Die Zahl der Reisenden steigt. Allein in Tullnerbach-Pressbaum beträgt die Kundenfrequenz 1.500 Reisende pro Werktag.

Eine hohe Frequenz, die darlegt, dass das in die neue P & R - Anlage investierte Geld gut angelegt ist. Dass der P & R - Ausbau im Westbahnbereich zügig voran schreitet zeigen die 2004 fertiggestellten Projekte in Neulengbach (Parkdeck, 397 Stellplätze auf 5 Ebenen, 4,9 Mio. Euro) und Tullnerbach (122 Stellplätze, 522.000 Euro). Weitere Anlagen entstehen zur Zeit in Pöchlarn (240 Stellplätze, 2,85 Mio. Euro) und in Loosdorf (141 Stellplätze, 900.000 Euro). Erst vor zwei Wochen, am 11. September 2004, erfolgte der Spatenstich für das neue Parkdeck in Eichgraben (2 Ebenen, 228 Stellplätze, 2,3 Mio. Euro). In Planung ist auch ein Parkdeck für etwa 800 PKW beim Bahnhof Amstetten.

Bestens ausgelastet sind die in den letzten Jahren errichteten P & R - Anlagen in St.Pölten (1040 Stellplätze, 7,3 Mio. Euro), Purkersdorf (Erweiterung auf 144 Stellplätze, 98.000 Euro), Böheimkirchen (60 Stellplätze, 182.000 Euro), Prinzersdorf (61 Stellplätze, 180.000 Euro) und Ybbs an der Donau (421 Stellplätze, 1,6 Mio. Euro).

Sinnvolle Verknüpfung von Auto und Bahn

Die Erfahrungen mit dem Ausbau von Park&Ride-Anlagen zeigen deutlich, dass die sinnvolle Verknüpfung von Bahn und Auto aktiv zur Verkehrsvermeidung beiträgt. Ausreichende und kostenlose Abstellmöglichkeiten im Bereich der Bahnhöfe in Niederösterreich, welche in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen dem Land Niederösterreich, den ÖBB und den Kommunen umgesetzt werden, genießen hohe Akzeptanz und bilden die Basis für den Umstieg vom Auto auf die umweltfreundliche Bahn.

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