Hurrikan Ivan verwandelt Karibikinsel Grenada in Katastrophengebiet

Wien (OTS) - Am 7. September fegte der Hurrikan Ivan mit 186 km/h über die karibische Insel Grenada und verwüstete den südlichen Teil der Insel. Für die Karibik handelte es sich dabei um den schlimmsten Wirbelsturm in diesem Jahrzehnt. Mehr als 90 Prozent der Gebäude erlitten erheblichen Schaden oder wurden gänzlich zerstört. Sowohl Privathäuser als auch Krankenhäuser, Schulen und Kirchen sind davon betroffen. Die Einwohner von Grenada trauern um ca. 50 Todesopfer. Mehr als 350 Menschen wurden verletzt.

Auch die Infrastruktur der Insel litt unter der zerstörerischen Kraft Ivans. Der Hurrikan zerstörte sämtliche Leitungen und die Versorgung mit Strom und Wasser brach völlig zusammen. Die zerbrechliche Wirtschaft Grenadas wurde durch den tropischen Wirbelsturm nahezu ausgelöscht. Besonders die Landwirtschaft, Grenadas stärkster Devisenbringer, wurde erheblich beeinträchtigt. Sämtliche Pflanzen wie Muskat, Kakao oder Zimt wurden vernichtet. Bei einer Neubepflanzung dauert es bis zu 15 Jahre bis die Gewürzpflanzen wieder Früchte tragen. Die Viehwirtschaft wurde durch den Hurrikan Ivan ebenfalls erheblich beeinträchtigt.

Durch die Zerstörung von Hotels, Restaurants und zahlreichen touristischen Attraktionen ist auch der Tourismus als zweitwichtigster Importsektor schwer beeinträchtigt. Ein Wiederaufbau dauert mindesten 2 Jahre. Der enorme Schaden an den üppigen grünen Wäldern Grenadas kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Auch das Weltkulturdenkmal St. George, eine 250 Jahre alte Stadt, wurde schwer beschädigt. Der Hurrikan vernichtete dort sämtliche Lehmziegel-Dächer.

Für den Wiederaufbau von Wirtschaft und Infrastruktur benötigt die grenadische Bevölkerung rasche Hilfe aus dem Ausland. Unverderbliche Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente werden dringend benötigt. Auch an Generatoren, Batterien, Zelten, Baumaterial und Werkzeugen fehlt es. Insgesamt wird es 2 bis 3 Jahre dauern bis sich Grenada von dem Angriff des Hurrikans erholt hat. Auf der Internetseite http://www.grenadaemergency.com können laufend Informationen über Hilfsmaßnahmen eingeholt werden. Die grenadische Botschaft in Belgien ruft sowohl Organisationen als auch Privatpersonen auf, Grenada in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Für diesen Zweck wurde gemeinsam mit der Grenada-Mission der Europäischen Gemeinschaft ein Katastrophen-Unterstützungsfond eingerichtet:

Fortis Bank Boulevard Anspach 3 B-1000 Brussels Account # 001-4389300-29 IBAN BE26001-4389300-29 SWIFT GEBABEBB.

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