BRUNO GIRONCOLI MUSEUM oder Kunst im ländlichen Raum

Herberstein (OTS) - Seit mehr als 300 Jahren ist Herberstein ein
Ort der Begegnung - für Mensch und Tier, Tradition und Moderne, Kunst und Kultur. Herberstein ist auch der Ausgangspunkt zahlreicher Ideen und Impulse. In den letzten 30 Jahren wurde aus dem kleinen Tierpark eine touristische Attraktion, mit einem breit gefächerten Angebot. Rund 200.000 Besucher aus dem In- und Ausland erfreuen sich jährlich an der unvergleichlichen Landschaft, dem ersten Natura 2000 Gebiet, der vielfältigen Tierwelt in weitläufigen Gehegen, am Schloss und seiner 700jährigen Geschichte, an den historischen Gärten mit ihrer Blütenpracht und an der Kunst. Bereits seit 1986 werden stets erfolgreich Ausstellungen präsentiert. Insgesamt ist es hier ein vielfältiges Kleinod entstanden, das auch im internationalen Vergleich besteht.

"Ein Museum für Gegenwartskunst in der Oststeiermark zu bauen, sei eine mutige Sache." War oftmals die erste Reaktion bei Vorstellung dieses Projektes. Mut ist hier fehl am Platz - Andrea Herberstein folgt hier vielmehr der Idee, Kunst aus den Ballungszentren in den ländlichen Raum zu bringen. Dies bedeutet einerseits Aufwertung für die jeweilige Region, lässt aber auch im neuen Kontext neue Kreativität entstehen: "Kunst muss selbstverständlich erreichbar und weithin sichtbar sein. In diesem Sinne war es an der Zeit, dem international renommierten österreichischen Bildhauer Bruno Gironcoli ein würdiges Denkmal zu setzen."

Die Architektur

Der namhafte österreichische Architekt Hermann Eisenköck zeichnet für die Architektur verantwortlich. Als Kunstsammler, insbesondere auch Sammler österreichischer Gegenwartskunst, hatte er von Beginn an das Vertrauen des Künstlers. Da Prof. Gironcoli im August 2004 emeritierte, mussten die Planungen und insbesondere die Ausführungen in kürzester Zeit durchgeführt werden.

Planungszeit: 5 Monate Bauzeit: 7 Monate inkl. Aufbau der Ausstellung

Die Kostenvorgaben für das Museum waren extrem eng, das Bauvorhaben musste mit einem Gesamtbudget von insgesamt 3 Mio. Euro errichtet werden (1 Mio. Bund, 1 Mio. Land, 1 Mio. Herberstein/Eigenleistungen/Sponsoren). Das Museum verbindet auf 2000 m2 Fläche ein minimalistisch renoviertes Tennengebäude aus dem 17. Jahrhundert mit einem ästhetischen Zweckbau. Im Museum befinden sich Präsentationsraum, Café-Bar sowie ein Museumsshop.

Kulturschwerpunkt

"Als Kulturreferentin des Landes Steiermark freue ich mich, dass es gemeinsam mit dem Bund gelungen ist, für die Werke eines der bedeutendsten und weit über Österreich hinaus bekannten Künstlers ein "Zuhause" in der Steiermark Wirklichkeit werden zu lassen. Herberstein, mit seinem international renommierten Tierpark, hat eine enorme Strahlkraft für unsere gesamte Steiermark in kultureller und touristischer Hinsicht ganz besonders für die vielen sehr kleinen und auch schon sehr erwachsenen Besucherinnen und Besucher - sei es. Die Kulturlandkarte Steiermark ist mit dem neuen Schwerpunkt in Herberstein um eine wichtige Markierung, gerade auch für den Raum der Zukunftsregion, reicher geworden." Resümiert Landeshauptmann Waltraud Klasnic.

Rückfragen & Kontakt:

Michaela Frewein
Tier- und Naturpark Schloss Herberstein
Tel.: 03176 88250
http://www.herberstein.co.at

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