VP-Parzer: Wiener Naturschutzbericht lässt viel zu wünschen übrig

Wien (VP-Klub): "Als Donaustädter Mandatar fehlt mir wie jedes Jahr beim Wiener Naturschutzbericht auch heuer wieder beim Kapitel Nationalpark die Vollzugsmeldung zum mittlerweile seit sechs Jahren angekündigten Nationalparkhaus. Wenn man bedenkt, dass jenes vom Nationalpark Neusiedler See schon etwa gleich lang steht, wie hier in Wien darüber diskutiert wird, drängt sich die Frage auf, was die Burgenländer haben, was Wien fehlt. Die Antwort darauf wird wohl sein, einen ÖVP-Landesrat, der diese Agenden betreut", betonte ÖVP Wien LAbg. und Umweltausschussmitglied Robert Parzer anlässlich der heutigen Landtagsdebatte.

Er wies weiters darauf hin, dass es den vertraglichen Naturschutz gebe. Das sei ansich eine gute Sache, werfe aber die Frage auf, wieso man beim Badeteich Süßenbrunn seitens der Stadt Wien den Pachtvertrag nicht verlängert habe. "Das hätte der Donaustädter Bevölkerung den Verlust einer der wichtigsten Naherholungseinrichtungen des Bezirks erspart und verhindert, dass die Bürgerinitiativen - völlig zu Recht - auf den Plan gerufen werden", bedauerte Parzer.

Der vorliegende Naturschutzbericht für 2003 sei nicht gerade ein Beleg für die Umsetzungsstärke des Wiener SP-Umweltressorts. Wenn man ihn mit jenen der letzten Jahre vergleiche, merke man schon an seiner Gestaltung, dass der diesjährige Bericht über weniger politische Relevanz verfüge als jene der vergangenen Jahre. "Diese Entwicklung ist mehr als bedauerlich. Wir wünschten uns, dass in dem Bericht stünde, dass der Donaukanal endlich entsprechend umgebaut wird, der Grünraum in den dichtverbauten Gebieten wieder zunimmt, man entsprechend dem 1.000 ha Programm der Stadt Wien Grünflächen erwirbt und dadurch schützt, dass die Artenvielfalt wieder hergestellt wird und dass der Landwirtschaft wieder jener Stellenwert eingeräumt wird, der sie zum Garanten für einen Schutz des Wiener Grünraums macht", betonte Parzer abschließend.

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