Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Wien (OTS) -

USD Euribor Dt. Bund ATX DAX DJ Ind. je EUR 3m 10y 24.Sep. 04 1,227 2,12% 3,96% 2039,3 3899,4 10038,9 17.Sep. 04 1,221 2,12% 4,01% 2001,0 3863,4 10244,5 Veränderung -0,52% 0,00%Pkt -0,05%Pkt 1,91% -1,62% -2,01%

Nur relative wenige Wirtschaftsdaten sind in dieser Woche erschienen. In den USA fiel der University of Michigan Vertrauensindex mit einem Wert von 95,8 zum zweiten Mal in Folge schwächer als vom Markt erwartet aus. (Markterwartung: 96,7 August:
95,9). Der Index der Frühindikatoren des Conference Board zeigte ein Minus von 0,3% gegenüber dem Vormonat und damit den dritten Rückgang in Folge. Dies deutet auf ein sich abschwächendes Wachstum hin. Die OECD hat ihre jüngste Prognose für das US-Konjunkturwachstum in diesem Jahr von 4,7% auf 4,3% nach unten revidiert. Das Wachstum bleibe damit aber weiterhin robust. Für die Eurozone, die ja deutlich geringere Wachstumsraten zeigt, ist laut OECD hingegen eine Beschleunigung des Wachstums festzustellen. Die Herbstprognose wurde im Vergleich zur Frühjahrsprognose von 1,6% auf 2% nach oben revidiert. Derselben Meinung war auch die EZB, die in ihrer letzten Prognose ebenfalls eine weitere wirtschaftliche Erholung in der Eurozone prognostizierte. In der Schweiz stieg die Industrieproduktion im zweiten Quartal zum vierten Mal in Folge. Auf Jahresbasis ist sie um 4,3% gewachsen, während die Auftragseingänge um 10% stiegen. Die Schweiz zeigte im August einen Handelsbilanzüberschuss von 0,19 Mrd. CHF (Jul.:1,00 Mrd. CHF). Obwohl in Japan das BIP-Wachstum im zweiten Quartal nur 0,3% Q/Q betrug, korrigierte die OECD ihre Wachstumsprognose für das Gesamtjahr von 3,0% auf 4,4%.

Die Fed hielt an ihrem Zinserhöhungszyklus fest und erhöhte am Dienstag die Leitzinsen zum dritten Mal in diesem Jahr. Die Zinserhöhung betrug, wie allgemein erwartet, 25 Basispunkte auf 1,75 Prozent. Implizit bedeutet die Leitzinserhöhung, dass die Fed von einer weiter robusten Konjunkturentwicklung ausgeht.

Der Dollar hat sich nach der Zinsentscheidung vor allem wegen der Fed-Einschätzung zur Entwicklung der Inflation leicht gegenüber dem Euro abgeschwächt. Fed-Chef Greenspan erklärte, dass sich trotz der gestiegenen Energiepreise die Inflation und die Inflationserwartungen in den letzten Monaten verringert hätten. Mit einer geringeren Inflationserwartung der Fed sinkt auch die Wahrscheinlichkeit von Leitzinserhöhungen, was einen schwächenden Einfluss auf den Dollar ausübt. Auch in der nächsten Woche erwarten wir wenig Veränderung des Währungspaars.

Der Ölpreis ist in den letzten Tagen wieder gestiegen. Der OPEC Korbpreis, der sich aus sieben Opec-Ölsorten zusammensetzt erreichte heute USD 42,3 je Barrel und damit ein Niveau, dass nur 90 Cents unter dem Rekordsand vom August (USD 43,2 je Barrel) lag. Vor allem die gesunkenen Öllagerbestände in den USA (eingeschränkten Möglichkeiten, die Lagerbestände während des jüngsten Hurrikans aufzufüllen) belasteten den Markt.

Die Mehrzahl der Aktienmärkte verzeichnete in der vergangenen Woche Kursrückgänge. Belastend wirkte vor allem der neuerliche Anstieg des Ölpreises. Die Entwicklung des Ölpreises stellt sowohl kurz, als auch mittelfristig den Hauptrisikofaktor für die Aktienmärkte dar. Kurzfristig erwarten wir, dass die wöchentlich gemeldeten US-Öllagerbestände in der nächsten Woche wieder etwas ansteigen. Mit einem etwas niedrigeren Ölpreis erwarten wir auf Wochensicht leichte Kursanstiege an den Aktienmärkten.

Rückfragen & Kontakt:

Research-Team der VB Investmentbank AG
Uta Pock: uta.pock@vbib.at
Tel. 01-31340-7022
Friedrich Glechner: friedrich.glechner@vbib.at
Tel. 01-31340-7017
Wolfgang Pohn: wolfgang.pohn@vbib.at
Tel. 01-31340-7032
Dana Kharchenko: dana.kharchenko@vbib.at Tel. 01/31340-7006

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VBF0001