"Treffpunkt Kultur" in ORF 2: Wiener Staatsoper: Ballett wohin?

Fotograf Franz Hubmann und Theaterdirektor Stephan Rabl live im Studio

Wien (OTS) - Barbara Rett präsentiert in "Treffpunkt Kultur" am Montag, dem 27. September 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2 u. a. folgende Themen:

Wiener Staatsoper: Ballett wohin?: Fusion mit der Wiener Volksoper?

Am nächsten Montag wollte Staatsoperndirektor Ioan Holender seinen neuen Ballettchef vorstellen. Doch der - oder vielmehr - die Namen wurden jetzt schon kolportiert: Administrativer Direktor soll Heinz-Dieter Sense werden, zuletzt kommissarischer Chef der Deutschen Oper Berlin, die künstlerische Leitung soll der langjährige Staatsopern-Solotänzer Gyula Harangozó übernehmen, derzeit Leiter des ungarischen Nationalballetts. Außerdem sollen Staats- und Volksopernballett zusammengelegt werden, was Ex-Solotänzer und St.-Pölten-Intendant Michael Birkmeyer zumindest bedenklich erscheint. "Treffpunkt Kultur" geht der Frage nach: Wohin tanzen die Spitzentänzer?

Martin Pollack: "Der Tote im Bunker": Ein Buch zur Aufarbeitung der väterlichen NS-Vergangenheit auf Platz eins der ORF-Bestenliste

Im Alter von 13 Jahren begann Martin Pollack seiner Familie unangenehme Fragen über seinen biologischen Vater zu stellen - und erhielt immer nur dieselbe Antwort: "Er war ein anständiger Mensch." Fast 50 Jahre später machte sich der österreichische Journalist und Historiker auf, die schmerzliche Wahrheit zu erkunden. Ausgangspunkt seiner Recherchen war jener Bunker an der österreichisch-italienischen Grenze, in dem 1947 der Leichnam seines Vaters gefunden wurde - eines polizeilich gesuchten Kriegsverbrechers. Gerhard Bast war als SS-Sturmbandführer für die Ermordung Tausender Juden und Partisanen verantwortlich. "Der Tote im Bunker. Berichte über meinen Vater" ist nicht nur die persönliche Aufarbeitung eines stets um die Wahrheit betrogenen Sohnes, sondern auch ein literarischer Beitrag, die so oft verabsäumte Trauerarbeit in Hinblick auf den Holocaust zu leisten. "Der Tote im Bunker", vom deutschen Feuilleton hymnisch aufgenommen, befindet sich auf Platz eins der ORF-Bestenliste. "Treffpunkt Kultur" stellt das Buch und seinen Autor vor.

Chronist des Unsichtbaren: Der Fotograf Franz Hubmann wird 90 Jahre alt

Begonnen hat er als "Wald- und Wiesenfotograf" für die Österreichische Fremdenverkehrswerbung. Heute gilt er als Chronist des österreichischen Kultur- und Geisteslebens - und mehr noch: als Porträtist der österreichischen Seele. Mitte der fünfziger Jahre hatte Franz Hubmann bereits so gut wie alle damals relevanten heimischen Architekten und Künstler im Visier gehabt, da machte er sich nach Paris auf. Er klopfte bei Picasso und Chagall - und erhielt Entree. Mit Helmut Qualtinger erwanderte er sich in endlosen Nächten den Wiener Prater und schärfte so seinen Blick für das nie konkret fassbare Wienerische. Das deutsche Feuilleton bezeichnete sein Werk als "spirituelle Fotografie". Vor zehn Jahren erhielt er den österreichischen Staatspreis für Fotografie, dieser Tage wird er 90 Jahre alt. "Treffpunkt Kultur" spürt seiner Kunst nach - zu Wort kommen André Heller und sein Verleger Christian Brandstätter. Franz Hubmann ist im Studio live zu Gast bei Barbara Rett.

Dschungel-Fieber: Neues Theater für Kinder

"Dschungel Wien" heißt das im MuseumsQuartier beheimatete neue Theaterhaus für ein Publikum zwischen zwei und 22 Jahren. Ein grinsender Schimpanse soll jährlich 250.000 Kinder und Jugendliche locken. Zwei Theatersäle sind die Hauptstätten des Areals, daneben bietet Direktor Stephan Rabl seinem Publikum eine Bibliothek, Seminar- und Leseräume. Zum Auftakt zeigen 40 Ensembles der freien Szene ihre Produktionen. Auch die Jeunesse bemüht sich, das Kulturpublikum von morgen heranzuziehen. Unter dem Motto "Fang den Ton" findet zwischen 8. und 10. Oktober eine tönende Entdeckungsreise für junges Publikum durch alle Säle des Wiener Konzerthauses statt. "Treffpunkt Kultur" berichtet - Theaterdirektor Stephan Rabl ist Live-Gast im Studio ebenso wie der Chef des Radio-Symphonieorchesters Wien (RSO Wien), Bertrand de Billy, der sich musikalisch und karitativ für benachteiligte Kinder engagiert.

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