Grüne Hietzing zur Villa Primavesi: Gegen Umwidmung des Parks

Klubobmann Jordan: "Nach wie vor Bedenken"

Wien (Grüne) - "Bei einem großen Teil der AnrainerInnen gibt es nach wie vor Bedenken gegen die Pläne für die Nutzung der Villa Primavesi", stellt Gerhard Jordan, Klubobmann der Hietzinger Grünen, fest. Hintergrund ist die gestern, Donnerstag, abgehaltene BürgerInnenversammlung, die von den Bezirks-Grünen beantragt worden war. "Obwohl die Nutzung der Hoffmann-Villa in der Gloriettegasse durch die Firma Bösendorfer begrüßt wird, da dies auch der kulturellen Bedeutung der Liegenschaft Rechnung trägt, stößt eine Umwidmung des westlichen Teils des Gartens auf breite Ablehnung", so Jordan.

In einem Gutachten der Magistratsabteilung 19 vom Juni 2003 wird empfohlen, die Parkschutz-Widmung unverändert beizubehalten, da der westliche Teil des Gartens zur Zeit der Errichtung der Villa Primavesi von Hoffmann sehr wohl als Landschaftsgarten und Teil des Gesamtensembles konzipiert war. Dies beweist auch die noch erhaltene Umfriedung aus dem Jahr 1914.

Auf Unverständnis stößt auch die Haltung der BAWAG-PSK Immobilien, den Denkmalschutz für den nördlichen Teil des Gartens erst dann beantragen zu wollen, wenn eine Umwidmung des anderen Gartenteils beschlossen ist. Grün-Bezirksrat Jordan: "Wenn die Besitzer es mit ihrem viel zitierten Kulturauftrag wirklich ernst meinen, dann hätten sie diesen Antrag schon längst stellen müssen. So entsteht nämlich der Eindruck, dass erst ein ‚Persilschein' in Form einer Umwidmung ausgestellt werden muss."

Die Hietzinger Grünen bleiben auch nach der BürgerInnenversammlung vom 23. September bei ihrer Ablehnung einer Umwidmung, nicht zuletzt weil sie vermuten, dass dadurch ein Präzedenzfall geschaffen würde, der zu weiteren Verbauungen im Grünbereich des Hietzinger Villenviertels führen könnte.

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