"Der Fall Lucona" - TV-Dakapo am Sonntag im ORF

"Udo 77": Proksch-Musical mit FM4-Beteiligung im Rabenhof

Wien (OTS) - Wie ein Thriller liest sich die Geschichte vom
Aufstieg und Fall jenes Mannes, der auszog, um ein Schiff im Sumpf der österreichischen Politik zu versenken: Bei Udo Proksch verschwimmen - fast drei Jahrzehnte nach dem Fall Lucona - die Grenzen zwischen Realität und Legende. Denn Proksch ist Mythos. Klar:
Das einstige Enfant terrible der guten Gesellschaft hatte mit dem Fall Lucona den größten Skandal der Zweiten Republik ausgelöst:
Minister traten zurück, einer der größten Korruptionsskandale wurde publik, Versicherungsdirektoren begingen Selbstmord. 1993 hat der britische Regisseur Jack Gold aus dieser "erst komischen und dann schwarzen Oper" einen ironischen Thriller gemacht. ORF 2 zeigt ein Dakapo des Falls Lucona am Sonntag, dem 26. September 2004, um 0.50 Uhr. Jim Hawkins hat sich für sein Drehbuch stark an Hans Pretterebners Buch "Der Fall Lucona" orientiert, der Streifen ist jedoch kein Tatsachenbericht. Die Hauptrollen spielen europäische Kinostars: David Suchet, Jürgen Prochnow, Dominique Sanda, Friedrich von Thun, Hans-Michael Rehberg, Heinz Schubert, Günther Maria Halmer und Franco Nero. Die Kamera führte Gernot Roll, der unter anderem das Corti-Vermächtnis "Radetzkymarsch" zu Ende führte und zuletzt die ORF-Koproduktion "Speer und Er" eindrucksvoll ins Bild setzte.

Proksch ist Musicalstar

Zurzeit läuft im Wiener Rabenhof auch ein Musical über Udo Proksch:
"Udo 77" ist eine Infotainment-Show über Macht und Verschwörungstheorien, die sich um das Leben des Ehemaligen Demel-Besitzers spinnen, und über die Möglichkeit und Unmöglichkeit, Promi-Biografien in musikdramatische Werke zu fassen. Die Netz-Musical-Theater-Produktion des Künstler-Kollektivs "monochrom" gilt als erstes Musical der Welt mit Fußnoten und Publikumsbeteiligung. Gemeinsam mit dem FM4-Soundpark, der kürzlich mit dem Prix Italia ausgezeichneten ORF-Medienplattform für österreichische Musiker, und renommierten Musikern der österreichischen Elektronik-Szene wurde der Soundtrack zum Musical erarbeitet. Musikerinnen und Musiker hatten via FM4-Contest die Möglichkeit, musikalische Beiträge einzusenden, die ins Musical einflossen. Drei Werke schafften es in den Rabenhof - ausgestattet mit vielen Vorschusslorbeeren. Denn die Stücke von Max of Prey, From Beyond Inc. Allstars und Peter Dusl ließen die Contest-Jury "edelbaff" zurück und wurden als "grandiose melancholische Elektrodüsterkeit", "blubber-krautrockig" und "springinkerlig loveboatesk" beschrieben. Zu hören auf http://fm4.ORF.at und im Rabenhof.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0005