Der Lkw, der schneller denkt als sein Fahrer

ESP, Spurwächter und Abstands-Tempomat verhindern Unfälle

Stuttgart/Hannover (OTS) - Dichter Verkehr auf den Autobahnen, Zeitdruck im Nacken, wenig Schlaf: Lkw-Fahrer arbeiten oft am Limit. Dass das gefährlich werden kann, zeigen immer wieder schwere Unfälle:
Lastzüge fahren aufs Stauende auf, geraten ins Schleudern, kippen um, kommen von der Fahrbahn ab. All das lässt sich in den meisten Fällen verhindern - mit moderner Sicherheitstechnik, wie sie in vielen neuen Lastwagen steckt. Dr. Klaus Maier, Leiter des Geschäftsbereichs Mercedes-Benz-Lkw:

(O-Ton 1) Wir warnen den Fahrer; wir helfen ihm, schwierige Situationen rechtzeitig zu erkennen, auch schon durch ein aktives Bremsen, bevor es der Fahrer selber noch machen könnte. Insofern ist das ein Stück aktive Sicherheit, die Unfälle vermeiden soll. (0:14)

Beispiel eins: die Stabilitätsregelung, die wir aus dem Auto als ESP kennen, und die verhindert, dass der Lkw schleudert. Beispiel zwei: der Abstandsregel-Tempomat...

(O-Ton 2) ... ein Radarsystem, das den Abstand zum Vordermann misst und das im Falle, dass der Vordermann auf die Bremse geht, den Lkw abbremst... (0:07)

Beispiel drei: der so genannte Spurwächter, der Alarm schlägt, wenn der Lkw von der Fahrbahn abzukommen droht.

(O-Ton 3) Das passiert dadurch, dass im Lautsprecher rechts so ein Nagelband-Rattern passiert. Automatisch wird dann richtig reagiert, das würde jeder von uns genauso intuitiv machen... (0:09)

All diese Systeme haben aber natürlich ihren Preis. Deshalb sparen sich viele Spediteure die zusätzliche Sicherheit. Mercedes- Benz versucht zwar, sie ihnen mit einem speziellen Paketpreis schmackhaft zu machen. Aber - so der Lkw-Chef - auch die Politik und die Versicherungen sollten solche Technologien fördern; schließlich profitieren alle von mehr Sicherheit:

(O-Ton 4) Man würde deutlich weniger Staus und Unfälle auf der Autobahn haben, und ich glaube die Ressourcen der Volkswirtschaft würden besser verwendet werden, wenn wir hier einen Schritt nach vorne kommen. (0:09)

Damit die Brummifahrer Sicherheit hautnah erleben können, gibt es auf dem Mercedes-Stand auf der IAA-Nutzfahrzeuge verschiedene Simulatoren. Und: jeder kann diese Systeme auch mal selbst testen:

(O-Ton 5) Zum zweiten haben wir auf dem ADAC-Testgelände außerhalb des Messegeländes die Möglichkeit, Fahrtrainings anzubieten und dort aktiv selbst auch mal so was zu erleben. (0:10)

Und die Trucker, die die Systeme auf der IAA schon ausprobiert haben, sind begeistert.

(O-Ton 6) Natürlich ne feine Sache. Grade für die Kraftfahrer, die ja viele Stunden unterwegs sind. Dass er praktisch gewarnt wird: er fährt zu dicht auf, das ist eben sehr interessant. - Mit dem automatischen System, das ist ja fast wie im Flugzeug-Autopilot. Wenn sich das durchsetzt, das wär wirklich super. (0:12)

Der LKW, der schneller denkt als sein Fahrer... Bis 30. September auf der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover.

ots-Originaltext: Mercedes-Benz

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