Softwarepatente: Österreichische IT-Wirtschaft präsentiert praktikable Lösungsansätze

WKÖ-Fachverband UBIT veröffentlicht Positionspapier zur EU-Richtlinie "Computer Implemented Inventions" -"Sachgerechte Regelungen statt politischem Hickhack" gefordert

Wien (PWK654) - Der Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (kurz UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat in einem Arbeitskreis, in dem ein breites Spektrum von SW Unternehmen vom großen multinationalen Anbieter bis zu den kleinsten KMU Software-Schmieden vertreten war, eine Stellungnahme zur aktuellen Diskussion über eine geplante Richtlinie zu so genannten Softwarepatenten erarbeitet. "Wir haben uns dabei nicht von den oft rein politischen Äußerungen der letzten Monate beeinflussen lassen, sondern sind sachlich mit Blick auf die österreichische Software-Branche, die immerhin schon fast 30 Prozent ihres Umsatzes im Export erzielt, vorgegangen", so UBIT-Fachverbandsobmann Friedrich Bock.

Der Fachverband als gesetzliche Interessenvertretung der IT-Branche, insbesondere aller österreichischen Softwareunternehmen, legt diese Stellungnahme den österreichischen Vertretern im Europäischen Rat und im Europäischen Parlament mit der Aufforderung vor, diese Position entschieden zu vertreten.

"Finden die von uns ausgearbeiteten Positionen seitens der EU Berücksichtigung, hätte das in mehrfacher Weise positive Auswirkungen:
Bestehende Rechtsunsicherheiten würden beseitigt,
entstandene Fehlentwicklungen korrigiert.
Die Interessen aller Software-Entwickler - insbesondere der KMU -wären befriedigend sichergestellt.
Gleichzeitig wäre der Schutz geistigen Eigentums gewährleistet.

"Wir erwarten, dass sich die österreichischen Vertreter im EU-Rat und im Europäischen Parlament für die von uns definierten Positionen bei der Diskussion der neuen Richtlinie voll einsetzen. Wir haben auch -etwa im Hinblick auf das Europäische Patentamt - Vorstellungen eingebracht, die in der bisherigen Internationalen Diskussion erstmalig und neu sind, und glauben, damit auch für die Software-Branche anderer europäischer Länder zu sprechen. Schließlich sind wir der Meinung, dass ein künstlich beschworener Gegensatz zwischen europäischen und amerikanischen Positionen in dieser Frage überwunden werden kann", erklärt Bock.

Paul Michal, Berufsgruppenobmann Informationstechnologie im WKÖ-Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie, selbst seit vielen Jahren in der Softwareentwicklung tätig, ergänzt:
"Mit unserer Position leisten wir einen Beitrag zur Standortsicherung und zur Förderung der Innovation, die der gesamten Wirtschaft zugute kommen kann. Wissensbasierte Dienstleistungen, zu denen Softwareentwicklung gehört, nehmen einen immer größeren Anteil im Bruttoinlandsprodukt ein und sind für den Standort Österreich zukunftsentscheidend."

Das Positionspapier der österreichischen IT-Wirtschaft zur Richtlinie "Computer Implemented Inventions" steht auf http://wko.at/ubit in der Rubrik "Aktuelles" zu Lektüre bzw. Download bereit. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie
Tel.: (++43) 0590 900-3539
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004