AK Test: Inlands-Geldüberweisungen dauern noch immer zu lange

Überweisungsdauer von zwei Tagen für Inlandsüberweisungen soll gesetzlich festgelegt werden

Wien (OTS) - Inlandsüberweisungen brauchen nach wie vor zu lange, vor allem wenn ein Wochenende dazwischen liegt. Ein AK Test von 50 Überweisungen bei 7 Wiener Banken zeigt: Wird am Donnerstagnachmittag überwiesen, dauert es zwischen zwei bis fünf Tagen, bis das Geld am Empfängerkonto ist. Die AK fordert daher, dass im Bankwesengesetz eine Überweisungsdauer von zwei Tagen fixiert wird.

"Für Kunden sind ansonsten wichtige Zahlungen schwer planbar, allerdings profitiert die Bank mit zwei zusätzlichen Zinstagen, wenn Überweisungen über das Wochenende hinaus gehen", kritisieren die AK Konsumentenschützer.

Die AK Tester haben bei 7 Banken in Wien insgesamt 50 Überweisungen durchgeführt, davon 8 innerhalb der gleichen Bank und 42 zu einer Fremdbank. Die Überweisungen wurden Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag durchgeführt.

Der AK Test zeigt: Überweisungen am Dienstagvormittag innerhalb des gleichen Bankinstituts werden in der Regel zwar noch am selben Tag gebucht, sind aber erst am nächsten Tag am Empfängerkonto. Erfolgt die Überweisung innerhalb der gleichen Bank hingegen knapp vor dem Wochenende, also am Donnerstagnachmittag, wird üblicherweise erst am Freitag gebucht, die Gutschrift war meist am Samstag (zwei Tage später) oder erst am Montag (vier Tage später) am Empfängerkonto.

Überweisungen zu einer Fremdbank können zwei bis fünf Tage dauern, im schlimmsten Fall eine Woche. So waren 36 Prozent (15) der Überweisungen zu einer Fremdbank, aufgegeben am Dienstagvormittag, nach zwei Tagen, also am Donnerstag, am Empfängerkonto. Drei brauchten sogar sieben Tage, bis sie am Empfängerkonto waren. Wird am Donnerstagnachmittag Geld auf ein institutsfremdes Konto überwiesen, langten 45 Prozent (19) der Überweisungen erst am Dienstag, also nach fünf Tagen, am Empfängerkonto ein.

Tipps der AK Konsumentenschützer
+ Achten Sie auf den Fälligkeitstermin Ihrer Zahlung und die Überweisungsdauer.
+ Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge - auch, ob Überweisungen tatsächlich gebucht wurden.
+ Bei Einzahlungen auf das eigene Konto beachten Sie, dass der Betrag erst am nächsten Werktag wertmäßig gutgeschrieben wird. Wird gleichzeitig mit der Einzahlung überwiesen, können Sie einen Tag ins Minus kommen, und es können Sollzinsen anfallen.
+ Bei vielen, regelmäßigen Überweisungen lohnt es sich, die Art der Kontoverrechnung zu prüfen - Pauschalkonten, die alle Buchungszeilen beinhalten, sind meist günstiger.
+ Bei Einzelverrechnung sind die Buchungszeilen für Dauer- und Abbuchungsaufträge meist billiger als die Buchungszeilen für Überweisungen mit Belegen.

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Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
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