Bures zur Pensionsreform: Regierung hat es auf die Frauen abgesehen

Wien (SK) "Offensichtlich leben ihnen die Frauen zu lange und kosten Ihnen zu viel, dass Sie ihre Pensionen derartig kürzen müssen", zeigte sich SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Mittwoch im Nationalrat empört über die Wortmeldungen der schwarz-blauen Abgeordneten zur Rechtfertigung der "Pensionskürzungsreform". Statt mit 700 Euro Durchschnittpension müssen Frauen in Zukunft "dank der Regierung" mit nur mehr 560 Euro, also um 20 Prozent weniger auskommen, informierte Bures. Damit würden die Pensionskürzungen von 2003 nahtlos fortgesetzt und sogar verdoppelt. Den Menschen sei das sehr wohl bewusst, betonte Bures -und dokumentierte dies mit dem Hinweis auf eine neue Umfrage, derzufolge 76 Prozent der Bevölkerung die Belastungen der Regierung bei der Pensionsreform als ungerecht verteilt empfinden. ****

"Überhaupt kein Verständnis" konnte Bures für die Tatsache aufbringen, dass Frauen nicht die selbe Möglichkeit wie Männer haben, drei Jahre vor der Regelpension - mit einem Korridor - in Pension zu gehen. "Warum verwehren sie Frauen diese Chance?", so Bures in Richtung Frauenministerin Rauch-Kallat. Das selbe gelte für die Schwerarbeiterregelung. "Offensichtlich leisten Frauen keine Schwerarbeit", so Bures. Anders sei nicht erklärbar, warum die Regierung die Frauen davon ausschließe, indem die Schwerarbeiterregelung erst ab 60 gelte. (Schluss) lm

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