Glawischnig: WKÖ-Leitl stellt Jobs in Ökostrombranche infrage

Regierungsnovelle würde Ausbau von Ökostromanlagen stoppen

Wien (OTS) - "Wenn es der langjährigen Forderung der österreichischen Wirtschaft entsprechen würde, den Ausbau von Ökostromanlagen zu stoppen und eine ganze Branche in den Ruin zu treiben, dann läge WKÖ-Präsident Leitl mit seinem Lob für die von BM Bartenstein vorgelegte Novelle des Ökostromgesetzes richtig. Da es aber auch im Interesse der Wirtschaft liegt, wenn durch die Ökostrombranche jährliche hunderte Millionen Euro investiert und tausende Arbeitsplätze geschaffen werden, stellt sich die Frage, wessen Interessen der Wirtschaftskammerpräsident eigentlich vertritt", so Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen in Reaktion auf die heutigen Aussagen Leitls zur Ökostromnovelle.

"Tatsache ist, dass BM Bartenstein auf Zuruf der Industriellenvereinigung das erfolgreiche Ökostrommodell umstoßen und durch ein im EU-Vergleich rückschrittliches Ausschreibungsmodell ersetzen will. Zahlreiche heimische Unternehmen zählen mittlerweile zur Weltspitze bei erneuerbaren Energien. Jetzt soll dieser Erfolgsbranche das Wasser abgegraben werden. Dass Leitl diesen Schritt begrüßt ist völlig unverständlich", kritisiert Glawischnig.

Entgegen den Behauptungen Leitls könnten Effizienzverbesserungen bei der Ökostromförderung problemlos per Verordnung geregelt werden. Dies würden übrigens auch die Bundesländer in einer einhelligen Stellungnahme fordern, in der die geplante Ökostromnovelle entschieden abgelehnt wird. "Leitl täte gut daran, sich endlich um die zukunftsweisenden Unternehmen im Bereich Ökoenergien zu kümmern, statt immer nur einigen wenigen Großkonzernen das Wort zu reden", so Glawischnig.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005