Vorsicht, Bus denkt mit! Mercedes-Benz stellt Reisebus mit optimaler Sicherheitsausstattung auf der IAA vor

Hannover (OTS) - Wir alle kennen die Fernseh-Bilder von verunglückten Reisebussen. Immer wieder gibt es bei solchen Unfällen Tote und Verletzte. Und nur ganz selten ist die Ursache ein technischer Defekt; oft ist der Mensch am Steuer das Problem. Wie kann man solche Unfälle vermeiden, haben sich die Bus- Entwickler bei Mercedes-Benz gefragt. Ihre Antworten auf diese Frage sind jetzt auf der IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover zu sehen. Ab 2005 werden sie in Serienbusse eingebaut. Eine Weltneuheit ist der Abstandsregel-Tempomat. Einfach gesagt, funktioniert der so: alle 50 Millisekunden tastet ein Abstandssensor die Umgebung vor dem Bus ab. Erkennt das System ein langsameres Fahrzeug, bremst es den Bus ab und warnt den Fahrer. Richard Averbeck (sprich Aferbeck), Chefentwickler Omnibusse bei Mercedes-Benz:

1. O-Ton Länge 17" Üblicherweise sind das im Lkw-Bereich akustische Warnungen. Das eignet sich nicht für den Bus, weil bei akustischen Warnungen natürlich die Fahrgäste unnötig beunruhigt würden. Der Fahrer bekommt eine Warnung über kleine Vibrationsmotoren, die ihm im Sitz anzeigen, dass er zu nah auf ein Fahrzeug auffährt.

Spektakulär ist auch der Spurassistent im Mercedes-Bus. Wie der Name sagt, sorgt dieses elektronische System dafür, dass der Fahrer umgehend gewarnt wird, wenn er mit seinem Bus eine Markierungslinie überfährt - denn oft ist schon eine kurze Ablenkung verheerend:

2. O-Ton Länge 15" Wir haben nunmehr in diesem Fahrzeug ein System, das über eine Kamera vor dem Fahrzeug die Spur verfolgt. Wenn der Bus droht aus der Spur heraus zu laufen, bekommt der Fahrer auch wiederum, je nachdem ob links oder rechts, diese Warnung per vibrierendem Sitz angezeigt.

Der Spurassistent funktioniert ab 80 km/h und wird beim Blinken deaktiviert. Während die beiden Assistenzsysteme den Fahrer bei Unaufmerksamkeit warnen, greift die dritte Entwicklung direkt ins Fahrzeug ein. Ein normaler Bus kann heute technisch gar nicht schneller fahren als 100 Stundenkilometer, weil dann der Kraftstoff elektronisch abgeregelt wird.

3. O-Ton Länge 18" Es gibt eine Missbrauchsmöglichkeit allerdings:
Wenn der Fahrer bergab auskuppelt, dann wird das Fahrzeug beschleunigen und kann dann recht beachtliche Geschwindigkeiten erreichen. Hier greifen wir mit dem Dauerbremslimiter ein.

Dieses System betätigt selbstständig die Bremse und hält den Bus auch bergab bei 100 km/h. Der Dauerbremslimiter ist ab Januar 2005 serienmäßig in jedem Mercedes-Bus eingebaut, Spurassistent und Abstandsregel-Tempomat gibt es ab Frühjahr nächsten Jahres gegen Aufpreis. Bus-Entwicklungschef Richard Averbeck ist sich sicher, dass die Busunternehmer die beiden Systeme ordern werden. Denn auch den Unternehmen ist daran gelegen, das eigentlich sicherste Transportmittel - den Bus - aus den Negativ-Schlagzeilen zu bringen.

Abmoderation: Systeme, die die schweren Busunfälle verhindern helfen. Jetzt zu sehen auf dem Mercedes-Stand auf der IAA Nutzfahrzeug in Hannover in Halle 14. In den Bussen eingebaut werden die Systeme ab kommendem Jahr.

ots-Originaltext: Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)

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