Grünewald kritisiert Sparkurs bei Erasmus-Stipendien

Internationale Mobilität der Studierenden muss durch energischen Ausbau von Erasmus Stipendien weiter verbessert werden

Wien (OTS) - "Die Reduktion der Erasmus-Stipendien für Österreichs Studierende im Ausland von zwölf auf sechs Monate kann nicht kommentarlos hingenommen werden", kritisiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, anlässlich der heute bekannt gewordenen Deckelung des Erasmus-Budgets durch den österreichischen Erasmus-Beirat. Es sei skandalös, dass die Bundesregierung und Bundesministerin Gehrer seit Jahren die Internationalisierung der Studierenden in Österreich und damit verbunden vermehrten Austausch und Mobilität fordern, gleichzeitig aber keine Schritte setzten, um diese Forderungen auch umzusetzen.

"Die Höhe der Erasmus-Stipendien ist aufgrund gleichbleibender Budgets und massiv gestiegener Nachfrage in den letzen Jahren fast um die Hälfte gekürzt worden. Nun soll auch die Dauer der Stipendien von einem auf ein halbes Jahr reduziert werden. Bald werden nur noch Kinder wohlhabender Eltern die Chance auf ein Auslandsstudium nutzen können. Es kann nicht Absicht der Bundesregierung sein, die soziale Ungleichheit im Bildungssystem weiter zu erhöhen", kritisiert Grünewald.

Grünewald forderte Ministerin Gehrer und die Aussenministerin dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass die EU-Mittel für Erasmus-Stipendien erhöht werden. Zudem sei Österreich gut beraten, hier vermehrt eigene zusätzliche nationale Mittel bereitzustellen, um den vielversprochen und gewünschten internationalen Anschluss zu finden. "Die Zeit der Lippenbekenntnisse in Forschungs- und Bildungspolitik müssen endlich vorbei sein. Zu oft wurde das notwendige Vertrauen in die Forschungspolitik schon strapaziert, indem großen Worten keine oder nur kleine Taten folgten", so Grünewald abschliessend.

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