ÖH: Einschränkung der Intenationalität

Kritik an Deckelung der Zuschüsse durch Erasmus-Beirat

Wien (OTS) - Die Zuschüsse für Auslandsstipendien sollen für 2005/06 gekürzt werden, hat der Erasmus-Beirat kürzlich beschlossen. Die bisherige finanzielle Unterstützung für bis zu zwölf Monaten soll auf sechs Monate reduziert werden, um angeblich mehr Plätze anbieten zu können. Die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) sieht darin aber nur eine Dezimierung der Qualität des Programms.

"Die Internationalität ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Universitäten. Nicht nur die Problematik der doppelten Studiengebühren für ausländische Studierende steht dem entgegen, jetzt wird es auch noch heimische Studierenden nur mehr eingeschränkt möglich sein Auslandserfahrungen zu sammeln", kommentiert Barbara Wittinger aus dem Vorsitzteam die neuesten Entwicklungen.

"Unter dieser Einschränkung leidet vor allem die Qualität des Programms", so Patrice Fuchs aus dem Vorsitztem. "Studierende müssten sich das zweites Semester komplett selbst finanzieren. Vielen wird das nicht möglich sein. Die Aneignung von Sprachkenntnissen oder Studienfortschritte werden dadurch erheblich eingeschränkt", so Fuchs weiter.

"Die Zahl der Erasmus-Studierenden sollte durch solch eine Regelung nicht künstlich in die Höhe gepuscht werden. Es stehen zwar mehr Plätze zur Verfügung doch für eine kürzeren Zeitraum. Das steigende Interesse an Auslandsaufenthalten zeigt nur, dass der Wunsch sich international auszutauschen sehr groß. Dies muss gefördert werden, anstatt es einzuschränken", so das Vorsitzteam unisono.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Jasmin Haider, Pressereferat
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52 217
jasmin.haider@oeh.ac.at
http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001