Sorger im NEWS-Interview "für Privatisierung der Energieversorger"

"Telekom-Vorbild zeigt, dass der Wettbewerb dann funktioniert." IV-Präsident fordert im NEWS-Interview neue Kraftwerke.

Wien (OTS) - In einem Interview für die morgen erscheinende
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS fordert der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, die Privatisierung der Energieversorger bei einem Rückzug der öffentlichen Hand unter 50 Prozent. "Der Telekom-Bereich zeigt als Vorbild, dass der Wettbewerb dann funktioniert und im Endeffekt sowohl Eigentümer als auch Kunden mehr davon haben", erklärt Sorger im NEWS-Interview.

Der IV-Präsident spart in NEWS nicht mit Kritik am derzeitigen Strommarkt. "Es mangelt an Wettbewerb in Österreich. Von der Preissenkung, die wir uns durch die Liberalisierung erwartet haben, ist nichts geblieben. Der Strompreis ist derzeit zu hoch", so Sorger in NEWS. "Mehr Wettbewerb und Kosteneffizienz" erwartet sich Sorger durch eine Privatisierung von Verbund & Co. "Wir fordern, dass die Bundes- und Landesbeteiligungen an Energieunternehmen, derzeit verfassungsrechtlich mit mindestens 51 Prozent festgelegt, künftig nach einer Verfassungsänderung auf Minderheitspositionen reduziert werden. Damit würden diese Unternehmen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien geführt und politischer Einfluss zurückgedrängt", erklärt der IV-Präsident in NEWS.

Nicht im vollen Ausmaß gewährleistet sieht der IV-Präsident im NEWS-Gespräch die Strom-Versorgungssicherheit. "Betrachtet man die Energiezukunft, ist klar ersichtlich, dass wir zusätzliche Energiekapazitäten aufbauen müssen", so Sorger in NEWS. Zu den derzeitigen 19.000 Megawatt an Kraftwerksleistung in Österreich würden bis 2010 weitere 3.000 Megawatt benötigt. "Das bedeutet, wir brauchen neue Kraftwerke", fordert Sorger im NEWS-Interview und fügt warnend hinzu: "Letztendlich wird es für große Betriebe zu einer Standortfrage, ob es eine effiziente, gesicherte und wettbewerbsfähige Stromversorgung gibt."

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