SP-Haider: Keine Schließung von Unfallchirurgien!

Verbleibenden Abteilungen droht nach Zusperrplan Auslastung bis zu 186 Prozent

Linz (OTS) - Vor den katastrophalen Folgen einer Schließung von Unfallchirugien in Oberösterreich, wie sie im Bericht der Pühringer-Kommission vorgeschlagen werden, warnt Landeshauptmann-Stv. Erich Haider eindringlich. "Die verbleibenden Abteilungen für Unfallchirurgie wären dann hoffnungslos überlastet und überfordert, tausende Patienten würden zu "Pendlern" gemacht. "Die Unfallchirurgie im AKH Linz wäre im schlimmsten Fall zu 186 Prozent ausgelastet. Deshalb: Keine Schließung von Unfallchirurgien!", fordert der SPÖ-Landeschef.

"Eine Schließung von Unfallchirugien bedeutet ja nicht, dass die Zahl der Unfälle zurückgeht. Tausende Patientinnen und Patienten müssten verlagert und quer durch Oberösterreich geschickt werden. Das ist völlig unzumutbar und bringt zwangsläufig große Qualitätsverluste mit sich. Das ist nicht die Gesundheitsversorgung, die die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher brauchen", so Haider weiter.

Wie katastrophal die Auswirkungen einer Schließung von Unfallchirurgien wäre, zeigen die Zahlen:
Würde - wie im Plan der Pühringer-Kommission vorgesehen, die Unfallchirurgie im Landeskrankenhaus Freistadt geschlossen, wäre die Unfallchirugie in Linzer AKH zu 124,6 Prozent ausgelastet!
Beim AKH Linz soll aber ebenfalls eine Bettenreduktion vorgenommen werden. Bei einer Reduktion von 90 auf 60 Betten wäre die Auslastung im Linzer AKH inkl. Freistadt dann sogar bei unvorstellbaren 186,9 Prozent!
Rund 2280 PatientInnen der Freistädter Unfallchirurgie müssten nach Linz pendeln.

Die Pühringer-Kommission schlägt auch die Umwandlung der Unfallchirurgie am Krankenhaus Grieskirchen vor. Das würde bedeuten, dass die Auslastung der Unfallchirurgie am Klinikum Wels auf 134,7 Prozent steigen würde. Rund 2650 PatientInnen der Grieskirchner Unfallchirurgie müssten nach Wels pendeln.

2500 PatientInnen der Unfallchrirugie des Landeskrankenhauses Gmunden müssten nach Vöcklabruck gebracht werden, wenn - wie im Pühringer-Plan vorgesehen - die Unfallchirurgie am Landeskrankenhaus Gmunden geschlossen wird. Die Auslastung im Landeskrankenhaus Vöcklabruck würde dadurch auf 126 Prozent ansteigen.

Völlig unzumutbar auch das durch Schließungen drohende Szenario in Schärding und Ried:
Bei einer Auflassung der Unfallchirurgie am Landeskrankenhaus Schärding müssten rund 2380 PatientInnen ins Krankenhaus nach Ried pendeln. Die Auslastung der Unfallchirurgie in Ried würde auf 176,07 Prozent steigen!
Darüber hinaus sollen Unfallchirurgie-Betten auch im Krankenhaus Braunau, wo die Auslastung bei 105 Prozent liegt und im Landeskrankenhaus Bad Ischl (Auslastung 86 Prozent) abgebaut werden.

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