World Vision GEV will raschen Abschluss im Strafverfahren gegen Martina Krones-Taurer

Offener Brief an Justizministerin Miklautsch - lange Verhandlungsdauer schadet Arbeit der Hilfsorganisationen

Wien (OTS) - Mit einem Offenen Brief appellierte heute World
Vision GEV (Gesellschaft für Entwicklungshilfe und Völkerverständigung) an Justizministerin Mag. Karin Miklautsch und die Präsidentin der Richtervereinigung, Dr. Barbara Helige:
Justizministerin und Richterpräsidentin sollen sich mit den in ihrer Macht stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass das Strafverfahren gegen Mag. Martina Krones-Taurer, ehemalige Geschäftsführerin des früheren World Vision Partners in Österreich, rasch und zügig abgewickelt werde. "Das Verfahren ist seit mittlerweile mehr als sechs Jahren anhängig. Die negativen Auswirkungen dieser sehr schleppenden Vorgangsweise der Justiz sind beträchtlich. ... Der Zeitraum für Ermittlungen war lange genug - es ist allerhöchste Zeit, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Hilfsorganisationen ihre wichtige Arbeit unbeeinträchtigt von Negativ-Schlagzeilen und Verwechslungen weiterführen können", so der World Vision - Appell.

Das Verfahren gegen Mag. Krones-Taurer und ihren Ehemann, Dr. Wolfgang Krones, wird am 28. September im Wiener Landesgericht fortgesetzt. Den beiden wird Veruntreuung und missbräuchliche Verwendung von Spendengeldern vorgeworfen. Bereits vor mehr als sechs Jahren wurden bei einer von den Mitgliedern von World Vision in Österreich initiierten internen Prüfung Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsgebarung der damaligen Geschäftsführerin festgestellt und umgehend zur Anzeige gebracht. Der im November 2003 aufgenommene Prozess wurde wegen noch ausständiger Informationen und Gutachten vertagt.

Nach dem Vorfall wurde der von Krones -Taurer geführte Verein aus der internationalen Partnerschaft ausgeschlossen.

World Vision GEV ist seit Mitte 1999 neuer Partner von World Vision in Österreich, hat mit den Vorfällen nichts zu tun, und ist in das laufende Verfahren auch nicht involviert.

Der ordnungsgemäße und transparente Umgang mit Spendengeldern steht bei der neuen Organisation außer Zweifel. Aber dennoch: "Unter den Schlagzeilen, die das Verfahren berechtigterweise immer wieder hervorruft, leidet nicht nur World Vision GEV, da es aufgrund des Namens immer zu Verwechslungen kommt. ... Auch andere Hilfsorganisationen kommen dadurch zu Schaden: Denn solange die Verantwortung für die damaligen Vorkommnisse nicht endgültig und unmissverständlich geklärt ist, bleibt in der Öffentlichkeit Verunsicherung und Misstrauen zurück", schreibt World Vision.

"Die rasche Aufklärung der sechs Jahre zurückliegenden Vorfälle müsste ebenso im Interesse des Ministeriums stehen wie in dem der Öffentlichkeit und der betroffenen Organisationen", erklärte Amanda Platzer, Geschäftsführerin von World Vision GEV. "Wir sind hoch erfreut darüber, dass der Prozess nun endlich wieder aufgenommen wird und hoffen, dass es diesmal tatsächlich zu einem Urteil kommt. Dies würde es uns erlauben, uns unberührt von Verwechslungen oder den berechtigten Vorwürfen gegen Einzelpersonen, die nichts mit World Vision GEV zu tun haben, unserer eigentlichen Arbeit zu widmen: Der Unterstützung der Kinder und ihrer Familien, denen World Vision mit der Hilfe von Millionen Menschen in aller Welt neue Hoffnung gibt."

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