ARBÖ organisiert Rettungseinsatz in Kroatien

Rascher Einsatz des Intensivtransport-Wagens sorgt für optimale medizinische Versorgung

Wien (OTS) - Günther K., seit vielen Jahren ARBÖ-Mitglied, freute sich auf einige erholsame Tage zusammen mit seiner Gattin sowie seiner Mutter in Kroatien. Doch diese Freude währte nicht lange:
schon kurz nach der Ankunft traten bei seiner 74-jährigen Mutter, Erna K., innere Blutungen auf. Eine Krankenhauseinlieferung in die kroatische Klinik Rijeka war unumgänglich.

Zunächst stellten sich sprachliche Barrieren, die kaum überwunden werden konnten, dann verschlechterte sich auch der Gesundheitszustand der Patientin zusehends. In ihrer Verzweiflung wandte sich Familie K. an einen befreundeten Arzt in Österreich, dieser wiederum stellte den Kontakt zum ARBÖ her. Gerald Schneider vom ARBÖ-Reise-Notruf: "Am 18. September 2004 wurden wir über die Situation von Frau K. in Kenntnis gesetzt. Da wir in den Sommermonaten zahlreiche Krankenrückholungen aus Kroatien durchgeführt hatten, war klar, dass der medizinische Standard sich mit Österreich keinesfalls vergleichen lässt. Rasches Handeln war gefragt."

Leider war die Patientin nicht im Besitz eines ARBÖ-Sicherheits-Passes, der für eine Krankenrückholung aufkommt und hatte auch sonst keine entsprechende Reiseversicherung abgeschlossen. Dennoch sorgte der ARBÖ über seinen deutschen Partner MD-Medicus für eine rasche, ärztliche Fallabklärung und übernahm dafür die Kosten. Die Befunde sprachen klar für eine schnelle Rückholung nach Österreich. Wieder sprang der ARBÖ helfend ein und organisierte den Rücktransport nach Österreich.

"Da die Patientin in Kroatien intensivmedizinisch betreut wurde, musste auch der Transport dementsprechend organisiert werden. Der Einsatz eines Intensivmobils für eine derartige Strecke kann rasch mit einigen tausend Euro zu Buche schlagen", weiß Gerald Schneider, selbst praktizierender Notfallsanitäter. "Erschwerend kam hinzu, dass sich bei Patientin auch noch plötzlich ein Herzinfarkt zeigte. Wir durften keine Zeit verlieren", so Schneider. Damit es für die Familie aus Niederösterreich nicht zu teuer wurde, stellte der Rettungsdienst Preibisch Medical den Intensivtransportwagen zum Selbstkostenpreis zur Verfügung. Das Rettungsteam rund um ARBÖ-Mitarbeiter Gerald Schneider, Einsatzlenker Andreas Halmer, Sanitäter Alexander Egger sowie Notärztin Dr. Elisabeth Stadter-Halmer verzichteten auf ihr Honorar.

"Am 20. September 2004, in den späten Abendstunden, ging es los. Nachdem noch einige bürokratische Einzelheiten mit den kroatischen und slowenischen Behörden geklärt waren, nahm unser Team Kurs auf Rijeka. Schlechtes Wetter behinderte die Anfahrt, doch kurz vor 9 Uhr morgens konnten wir die Patientin übernehmen", erläutert Gerald Schneider. Die kroatische Intensivstation spottete jeder Beschreibung - "Jedes durchschnittliche Pflegeheim bietet besseren Standard", erinnert sich die Rettungscrew. Rasch wurde Frau K. in den Notarztwagen verbracht, für den Transport stabilisiert und die Zielklinik vorinformiert. Dann ging es in Windeseile in Richtung Österreich, wo die Patientin nach fünf Stunden Fahrt - teils sogar mit slowenischer Polizei-Eskorte - in stabilem Zustand übergeben werden konnte. "Der Einsatz eines Intensivtransportwagens mit entsprechend ausgebildetem Personal macht es möglich, optimale medizinische Bedingungen in jeder Phase des Transports sicherzustellen", so Notärztin Dr. Stadter-Halmer.

Frau K. wird sich nun im Thermenklinikum Mödling erholen und befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung. Für das ARBÖ Reise-Notruf-Team ein Beweis, dass rasche und koordinierte Hilfe zum Erfolg führt, auch wenn sich oft schwierige Hürden darstellen. Mit einem ARBÖ-Sicherheitspass für 30,5 Euro wäre der aufwendige Rücktransport für die Familie kostenlos gewesen.

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