"Modern Times" am 24. September im ORF: Grazer sorgen für bessere Luft in Tunneln

Wien (OTS) - Tunnel sind im alpinen Teil Europas nicht erst seit
dem Tauerntunnel-Unglück im Jahr 1999 als potenzielle Todesfallen ins Gerede gekommen. In der Steiermark dreht die Satel-Film für den ORF am 23. September den Film "Der Todestunnel", bei dem eine noch nicht eröffnete Röhre des Herzogberg-Tunnels Drehort ist. Abseits der Fiction befassen sich Wissenschafter seit langem mit dem Phänomen Tunnel. Gisela Hopfmüller präsentiert im ORF-Wissenschaftsmagazin "Modern Times" am Freitag, dem 24. September 2004, um 22.35 Uhr in ORF 2 mit einem Bericht über Grazer, deren neues Filtersystem sowohl die Luft als auch die Sicht in Tunnelröhren verbessern soll. Dass die Luft in einem Tunnel nicht die beste ist, weiß jeder. Auch die Anrainer und die Umwelt leiden unter den Abgasen. Deshalb arbeiten Grazer Wissenschafter an einem neuartigen Filtersystem, das die stickige Tunnelluft klären soll. Bessere Sicht im Tunnel und bis zu 90 Prozent weniger Partikelanteile in der Abluft sind das Ziel. Haupteinsatzort der Filter sollen die Lüftungsschächte von Städtetunnel sein, die ihre Abluft in sensible Wohngebiete abgeben.

Medikamente am Steuer

120.000 Schmerzpatienten in Österreich müssen ständig opioidhältige Medikamente schlucken. Und viele von ihnen sind mit dem Auto unterwegs. Ein erster Praxistest sollte jetzt ermitteln, ob Schmerzmittel die Reaktionsfähigkeit und das Fahrverhalten so stark beeinträchtigen, dass die Fahrtauglichkeit in Frage gestellt wird. Auf einer Teststrecke wurden freiwillige Testfahrer mit und ohne Medikamente und auch echte Schmerzpatienten getestet, mit einem modernen Blickanalysesystem in Kombination mit Stressuntersuchungen.

Kampf um Europas größten Urwald

Im Grenzgebiet von Polen und Weißrussland ist auf mehr als 500 Quadratkilometern der größte europäische Urwald erhalten geblieben. Im Wald von Bielowieza haben Pflanzen und Tiere überlebt, die sonst in Europa längst ausgestorben sind. Wölfe, Luchse, Bären und Wisente, die europäischen Büffel, leben unter optimalen Bedingungen. Noch -denn nun ist der Wald in Gefahr: Die Forstwirtschaft hat großes Interesse an der Nutzung des wertvollen Baumbestands im industriellen Maßstab. Gegen die Abholzung stellen sich Umweltschützer und Wissenschaft. Sie wollen den Urwald als wichtige biologische Reserve für ganz Europa erhalten und das gesamte Gebiet als Nationalpark unter Schutz stellen. Ein Fall mehr, in dem die Interessen von Umweltschutz und Wirtschaft gegen einander stehen.

Sauber durch Sonne

Japanische Wissenschafter haben es geschafft, mit der Kraft der Sonne Hausfassaden und Glasflächen sauber zu halten. Eine wichtige Rolle spielten dabei die fotokatalytischen Eigenschaften von Titanoxid. Wenn Glas oder keramische Baustoffe mit diesem Material beschichtet sind und der Sonne ausgesetzt werden, kommt es zu einer chemischen Reaktion, die den auf der Oberfläche angelagerten Schmutz auflöst:
Eine optimale Lösung für die riesigen Glasflächen der modernen Wolkenkratzer, wo das Fensterputzen ein Riesenproblem ist.

Erste Hilfe für kranke Bäume

Österreichs Alleebaum Nummer eins, die Rosskastanie, ist in Gefahr. Seit 1989 wütet die aus Mazedonien eingeschleppte Kastanienminiermotte im gesamten Bundesgebiet. Bisher stand das Spritzen mit Insektiziden als einzige Bekämpfungsmethode im Vordergrund - allerdings umstritten, da das Gift auch andere Nützlinge tötet. Ein Wiener Baumchirurg hat eine biologische Methode entwickelt, wie die Rosskastanien ganz ohne Gifteinsatz von der Last der Motte befreit werden kann. Auf natürliche Art und Weise wird das Immunsystem des Baumes so gestärkt, dass die Miniermotten den Wirt nicht mehr schädigen können. Das Verfahren wurde mit Erfolg in Wien am Friedhof Sankt Marx getestet, die Bundesversuchsanstalt für Wald bezeichnete das Ergebnis als sehr zufrieden stellend. Der Befall konnte nach einer einzigen Behandlung für mehr als ein Jahr und länger gestoppt werden.

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