VP-Strobl: Gigantische Defizite bei ganztägiger Kinderbetreuung und Integration in Wien

Wien spart bei der Integration und will sich dafür auch noch feiern lassen

Wien (VP-Klub): "Wien hat gigantische Defizite in der ganztägigen Betreuung von 6- bis 14- Jährigen. Die Tagesheimangebote sind zwar halbwegs flächendeckend, aber nur zu horrenden Preisen zu haben. Da kann sich Wien ein Beispiel an Niederösterreich nehmen. Da sind alle Kinderbetreuungseinrichtungen gratis", so ÖVP Wien Bildungssprecher LAbg. Walter Strobl in einer Replik auf die gestrigen Aussagen von SP-Vettermann im parteieigenen Pressedienst.

Die Befreiung aus sozialen Gründen sei, so Strobl weiter, zwar in Ordnung, gehe aber an jenen, die durchschnittlich verdienen, vorbei. "Wenn beide Elternteile arbeiten gehen und mehr als 2.200 Euro im Monat verdienen, dann zahlen sie bereits den vollen Preis. Das ist unsozial", betonte der VP-Bildungssprecher. "Die soziale Staffelung ist eine Augenauswischerei der SPÖ. Familien die gerade einmal 2.200 Euro monatlich verdienen, mit jenen gleichzusetzen, die ihre Kinder mit Mercedes oder Porsche zum Kindergarten bringen, zeigt den Zynismus der SPÖ."

Wiener Modell der Integration ist parteipolitisches Taktieren

Auch die Ausländerintegration in den Schulen sei eine Fehlentwicklung in Wien, kritisierte Strobl. Es sei vielmehr so, dass man international nirgendwo erst bei Schuleintritt mit den Spracherwerb beginne. Das sogenannte Wiener Modell werde von der SPÖ nur deshalb so gepriesen, weil es auf Kosten der Lehrer und der Unterrichtsqualität gehe. Jene Zweitlehrer, die hier in großer Zahl zum Einsatz kommen, fehlen an allen Ecken und Enden für die dringend notwendigen Zuatzangebote und für den Regelunterricht. "Zumeist sitzen in den Volksschulklassen mehr als 27 Kinder. Wenn dann in der Klasse fast 80 Prozent der Kinder kein Deutsch sprechen, nützt auch der zweite Lehrer de facto nichts. Natürlich lernen die Kinder auch so irgendwie Deutsch, doch das geht auf Kosten der Lehrer und der Unterrichtsqualität", so Strobl.

Die SPÖ spare mit diesem von ihr so gepriesenen Modell bloß bei den Betreuungskosten. Die Lehrer finanziere schließlich der Bund und so könne sich die SPÖ medienwirksam aufregen und die Verantwortung auf den Bund abschieben, sollte es in Wien vereinzelt zu wenig Lehrer geben. Die Kosten für eine Sprachintegration schon im Kindergarten müssten hingegen von der Gemeinde getragen werden. "Tatsache ist also, Wien spart bei der Integration und will sich dafür auch noch feiern lassen. Das ist finanz- und parteipolitisches Taktieren auf dem Rücken von Eltern, Kindern und Lehrern. Ein skandalöses Verhalten, das wir strikt ablehnen", so der Wiener ÖVP Bildungssprecher abschließend.

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