UMTS-Geheimsitzung geplatzt

UMTS - Stadt läßt sich von Betreibern über den Tisch ziehen; Gesundheitsschutz kein Thema; Bürgerinitiativen lehnen Rolle als Feigenblatt ab

Salzburg (OTS) - Heute fand auf Einladung der Stadt Salzburg ein Workshop zum geplanten UMTS-Netzausbau statt. Eingeladen dazu waren VertreterInnen der Mobilfunkbetreiber, der Stadtpolitik, der Stadt-und Landesverwaltung sowie der Salzburger Bürgerinitiativen zum Schutz vor Mobilfunksendeanlagen.

Ziel dieser ersten Veranstaltung war ein von der Stadt gemeinsam mit den Mobilfunkbetreibern vorbereitetes Papier zu verabschieden, dessen Inhalt im Wesentlichen folgendermaßen aussieht:

Die Beteiligten verpflichten sich unter Ausschluss von Gesundheits- und Grenzwertdiskussionen den geplanten UMTS-Netzausbau zu unterstützen und mit zu gestalten. Dabei bietet die Stadt Salzburg auch ihre Immobilien für Standort- optimierung an.

Über den Inhalt der ausdrücklich nicht öffentlichen Sitzungen sollte Stillschweigen bewahrt werden.

Zur Überraschung der Bürgerinitiativenvertreter, die der Meinung waren, sie wären eingeladen worden, um berechtigte Bedenken und Forderung bezüglich des vorsorgenden Gesundheitsschutzes einbringen zu können, sollte dieses Thema vollständig ausgeklammert werden.

Die Vertreter der BürgerInnen erklärten für Gespräche dann zur Verfügung zu stehen, wenn alle Daten der bereits bestehenden GSM-Anlagen in Stadt und Land Salzburg an die Gemeinden und die Landesregierung bekannt gegeben werden. Weiters muss die Strahlungsbelastung des bestehenden Mobilfunknetzes auf den empfohlenen Salzburger Vorsorgewert reduziert werden.

Diese berechtigten Forderungen wurden erhoben, weil das geplante UMTS-Netz ein zusätzliches Gesundheitsrisiko bedeutet.

Nachdem diese Forderungen von Mobilfunkbetreibern und Politik rigoros abgelehnt wurden, sehen die Bürgerinitiativen keine sinnvolle Basis in diesem Gremium.

Die Bürgerinitiativen verwehren sich massiv gegen diese Art von "Bürgerbeteiligung" und lassen sich nicht als Feigenblatt missbrauchen.

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