Knafl: Harmonisierung bringt für Frauen viele Vorteile!

Auf Mütter vor dem 1.1.1956 nicht vergessen!

Wien (OTS) - "Unsere Bundesregierung setzt viele positive Akzente für Frauen im Rahmen der Pensionsharmonisierung" stellt Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, zum vorliegenden Gesetzesentwurf fest.

Im Einzelnen ist sichergestellt, dass für jedes Kind bis zu 4 Jahre als pensionsbegründende Zeit angerechnet wird, die Bemessungsgrundlage mit Euro 1350 pro Monat verdoppelt wurde und zusätzlich zu einem allfälligen Erwerbseinkommen berücksichtigt wird. Auch unabhängige Experten wie Wolfgang Mazal bezeichnen die bessere Bewertung der Kindererziehungszeiten sogar als "sensationell".

Ebenfalls gibt es erstmals die Möglichkeit des freiwilligen Pensionssplittings, das es erlaubt, Lebens- und Ehepartnern die eingezahlten Beträge auf beide Partner aufzuteilen, so dass niedrigere Pensionen von Frauen erhöht werden können.

Durch die Verkürzung der Durchrechnung von 3 Jahren pro Kind sowie die Möglichkeit mit bloß 7 Jahren Erwerbstätigkeit eine eigene Pension zu erlangen, ist es gewährleistet, dass Frauen in Zukunft viel leichter eine selbstständige Pension erhalten. Ebenfalls werden Zeiten, in denen wegen einem Partnereinkommen keine Notstandshilfe bezogen werden kann, erstmals für die Pension angerechnet.

Eine Gruppe von Frauen wurde allerdings noch nicht berücksichtigt, jene die vor dem 1.1.1956 Kinder geboren und keinen Pensionsanspruch haben.

"Hier besteht noch Handlungsbedarf und es wäre sozial gerecht, diesen Frauen ihre Kindererziehungsleistung auch erstmals zu honorieren", so Knafl weiter. In Deutschland gibt es diesbezüglich bereits eine großzügige Regelung. Ich appelliere daher an die Bundesregierung, anlässlich des im nächsten Jahr stattfindenden 50 Jahre Jubliäums zum Österreichischen Staatsvertrag, hier noch tätig zu werden, so Knafl abschließend.

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