FMA weist Kritik der Wirtschaftskammer an den Mindeststandards für das Kreditgeschäft zurück

FMA-Vorstand Dr. Pribil: "Wir sind zum konstruktiven Dialog bereitet, am Instrument der Mindeststandards wird aber nicht gerüttelt."

Wien (OTS) - "Wir haben heute die Stellungnahme der Bundeskreditsparte der Wirtschaftskammer Österreich zu unserem Entwurf für Mindeststandards für das Kreditgeschäft (MS-K) erhalten", bestätigt FMA-Vorstand Dr. Kurt Pribil in Reaktion auf die heutige Pressemitteilung der WKÖ. Er bekräftigte erneut die Bereitschaft der FMA, einen konstruktiven Dialog zu führen, um marktgerechte und der Struktur der österreichischen Kreditwirtschaft entsprechende Lösungen zu finden. Der FMA-Vorstand stellt aber unmissverständlich klar, "dass er unter einem konstruktiven Dialog nicht die Kommunikation via Medien verstehe sondern die sachliche Diskussion auf Expertenebene".

Dr. Pribil weist entschieden zurück, dass es sich - wie von der Bundeskreditsparte behauptet - bei dem von der FMA vorgelegten Entwurf zu den MS-K um ein "klassisches Beispiel für Überregulierung" und eine "Verschärfung der Basel-II-Umsetzung" handle. Es gehe dabei vor allem um die Ausgestaltung der 2. Säule, den Supervisory Review Process (SRP; den bankaufsichtlichen Überprüfungsprozess), wie er von Basel II verlangt wird. Es könne nur im Interesse der österreichischen Kreditwirtschaft sein, sich rechtzeitig darauf vorzubereiten, um den österreichischen Besonderheiten entsprechende Lösungen zu finden.

Die FMA werde jedenfalls am Instrument der Mindeststandards festhalten, da dies die geeignete flexible Maßnahme sei, um die sehr allgemein gehaltenen gesetzlichen Grundlagen aus Sicht der Aufsichtsichtsbehörde transparent zu interpretieren.

Rückfragen & Kontakt:

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
Tel.: ++43/(0)1/24959-5106
Mobil ++43/(0)664/8261242

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0015