Scheucher: Pensionsharmonisierung bedeutet Trendumkehr für Frauen

Marek: Pensionsharmonisierung wird Wandel der Lebensverläufe von Frauen gerecht

Wien, 20. September 2004 (ÖVP-PK) Die Pensionsharmonisierung sei im Hinblick auf eine faire und gerechte Alterssicherung für Frauen ein "Meilenstein sowie eine Trendumkehr", sagte heute, Montag, ÖVP-Frauensprecherin Abg.z.NR Mag. Elisabeth Scheucher bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP-Abg.z.NR Christine Marek. Eine Milliarde Euro werde in die eigenständige Alterssicherung jener Frauen investiert, die ihre Erwerbstätigkeit zu Gunsten von Kindererziehungszeiten unterbrechen. Mit diesen Maßnahmen werde deutlich, dass Kindererziehung für die ÖVP ein gesellschaftspolitischer Wert sei. ****

Scheucher warnte vor der "Angstmache und Realitätsverweigerung", die von Seiten der SPÖ-Frauen betrieben werde. 30 Jahre habe es unter Führung von SPÖ-Bundeskanzlern, 22 Jahre unter Führung von SPÖ-Staatssekretärinnen und SPÖ-Frauenministerinnen keine Verbesserungen für Frauenpensionen gegeben. "Ich lehne die bewusste Missinterpretation von SPÖ-Seite ab. Die Experten stehen auf unserer Seite und bestätigen die sensationellen Ergebnisse für Frauen", so Scheucher. Auch ÖVP-Abgeordnete Christine Marek wies darauf hin, dass die von SPÖ-Seite immer wieder kritisierte Einkommensschere zwischen Frauen und Männern nicht zuletzt ein Ergebnis jahrzehntelanger SPÖ-Politik sei. "Hier muss man die Kirche im Dorf lassen. Es ist unredlich, so zu tun, als existiere die Einkommensschere erst seit dem Jahr
2000", so Marek.

Für die Österreichische Volkspartei stehe jedenfalls eine faire und gerechte Alterssicherung für Frauen im Mittelpunkt. "Wir wollen weg vom Versorgerprinzip, denn wir sehen uns als selbstbewusste, leistungsorientierte Frauen, die sich nicht hinter der Opferrolle verstecken", so Scheucher. Gerade deswegen seien von dieser Bundesregierung eine Reihe von Akzenten hin zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesetzt worden. Von der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes, der Erhöhung der Zuverdienstgrenze, der Familienhospizkarenz sowie dem Recht auf Teilzeit bis hin zur Pensionsharmonisierung.

Scheucher verwies vor allem auf die vier Jahre pensionsbegründenden Kindererziehungszeiten sowie die Erhöhung der Beitragsgrundlage auf 1.350 Euro pro Monat. "Hier sind wir einen entscheidenden Schritt weitergekommen", so die ÖVP-Frauensprecherin. Auch die Einführung des Pensionskontos bringe mehr Sicherheit und Klarheit für Frauen. Waren bisher 15 Jahre Erwerbstätigkeit bzw. 25 volle Jahre Versicherungszeiten für den Erwerb einer Pension Voraussetzung, so könne mit der Einführung des Pensionskontos bereits nach sieben Erwerbsjahren (insgesamt 15 Versicherungsjahren) eine Pension erworben werden. Auch die Ersatzzeiten des Arbeitslosengeldbezugs sowie des Notstandshilfebezugs würden in Zukunft besser bewertet.

ÖVP-Abgeordnete Christine Marek, selbst Mutter eines 11-jährigen Sohnes, verwies auf den Wandel der Lebensläufe junger Frauen. Frauen würden heute nur mehr zu einem sehr geringen Anteil für längere Zeit ihre Erwerbstätigkeit für Kindererziehung unterbrechen. "Der gänzliche Ausstieg aus dem Beruf auf Dauer kommt so gut wie nicht mehr vor", so Marek. Deshalb seien auch die vier Jahre pensionsbegründender Anrechnung für Kindererziehung "ein wesentliches Goodie". Schließlich kämen diese vier Jahre auch dann zum Tragen, wenn bereits vorher wieder Teilzeit oder Vollzeit gearbeitet werde. Frauen seien außerdem nicht nur viel stärker berufstätig, sondern auch viel besser ausgebildet als früher. Trotzdem müsse noch stärker in die Berufsauswahlberatung hineingegangen werden, so die beiden ÖVP-Politikerinnen.

Bei der Kinderbetreuung seien sowohl die Väter als auch die Unternehmer angesprochen. "Wir leben in einer modernen Arbeitswelt, die neue, innovative und flexible Formen der Kinderbetreuung braucht", so Scheucher. Marek sprach vor allem die Wirtschaft an, die selbst von vorhandener und flexibler Kinderbetreuung
profitieren würde.

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