Kukacka: Gute Rahmenbedingungen für eine wirtschaftlich eigenständige und starke Luftverkehrswirtschaft schaffen!

7 Millionen Passagiere am Flughafen Wien im 1. Halbjahr 2004 - Zuwachs von einer Million Fluggästen gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr!

Wien, 20. September 2004 (OTS) - "Ziel der Luftfahrtpolitik der österreichischen Bundesregierung ist es, dass eine wirtschaftlich eigenständige und starke österreichische Luftverkehrswirtschaft ein optimales Netz an Flugverbindungen durch Direktflüge zu den wichtigsten Destinationen sicherstellt", erklärte heute, Montag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka im Rahmen des Luftfahrtsymposiums in Wien. ****

Die Entwicklung der internationalen Luftfahrt sei immer sehr eng mit dem Wirtschaftswachstum verbunden gewesen, die internationale Luftfahrt habe sich in den vergangenen zwei Jahren in ihrer schwersten Krise seit Anbeginn befunden. Mittlerweile sei aber wieder ein Aufwärtstrend sichtbar, die Stimmung ist optimistischer als zuletzt und dies gilt auch für Österreich. Die Zahl der Flugpassagiere sei im ersten Halbjahr 2004 weltweit um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, der Frachtverkehr legte um +13 Prozent zu. Setzt sich der neue Trend fort, könnte es bis zum Jahresende sogar ein zweistelliges Wachstum geben. Den stärksten Zuwachs verzeichneten dabei der Nahe Osten (+44 Prozent), Asien (+35 Prozent) und Nordamerika (+20 Prozent). Europa hinkt mit einem Plus von knapp 13 Prozent etwas hinterher.

Die Gleichbehandlung der Luftfahrtgesellschaften innerhalb der EU in Bezug auf Subventionen, sei eine ganz wesentliche Grundvoraussetzung für fairen Wettbewerb. Unbefriedigend sei dabei noch die rechtliche Situation in manchen Drittstaaten, vor allem was die großzügigen Subventionierungen von US-Luftfahrtgesellschaften gerade im Sicherheitsbereich betreffe, so Kukacka.

Auch die Fortschritte im Bereich des Air-Traffic-Managements und des Single-European-Sky Konzeptes seien sehr positiv zu bewerten. Damit könne das Ziel erreicht werden, dass die Produktivität der Europäischen Flugsicherung steigt, und durch die bessere Kapazitätsauslastung gleichzeitig Kosten reduziert werden. Österreich sei mit dem CEATS-Projekt mit Sitz in Wien wichtiger Teil eines gemeinsamen europäischen Luftraums, dass das Single European Sky-Konzept der EU vorsehe. Die derzeit mehr als 60 nationalen Flugsicherungseinrichtungen in Europa sollen zu 5 bis 10 Blöcken zusammen gefasst werden. Damit könne der Luftraum unabhängig von Staatsgrenzen zu einheitlichen Bedingungen geregelt werden. Ein entscheidender Durchbruch zur Einrichtung der gemeinsamen europäischen Flugsicherungszentrale CEATS, war die Ratifikation durch Bosnien als fünfter Mitgliedstaat, damit konnte CEATS am 1. September 2004 in Kraft treten.

Besonders erfreulich seien die Verkehrsergebnisse des Flughafen Wien. Dieser konnte im ersten Halbjahr in allen Verkehrssegmenten zweistellige Zuwachsraten verzeichnen. Im 1. Halbjahr 2004 wurden 7 Millionen Passagiere abgefertigt, dies bedeute einen Zuwachs von einer Million Fluggäste gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. "Damit liegt Wien deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Zur operativen Bewältigung dieses Wachstumskurses sind jedenfalls Erweiterungen der Infrastruktur nötig. Eine Kooperation zwischen den Flughäfen Wien und Bratislava - in welcher Form auch immer - würde ich persönlich sehr begrüßen, wobei ich dies auch als wichtiges Element einer intermodalen grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastruktur für eine Region Wien-Ostniederösterreich-Nordburgenland-Bratislava sehen würde", betonte Kukacka.

Auch die Anbindungen der fünf weiteren internationalen Flughäfen (Salzburg, Graz, Linz, Innsbruck, Klagenfurt) innerhalb und außerhalb der EU werden für den österreichischen Fremdenverkehr immer wichtiger. Deshalb bemühe sich das BMVIT bei bilateralen Luftverkehrsverhandlungen regelmäßig, die Bundesländerflughäfen für ausländische Destinationen zu öffnen. "Allerdings hängt dann die faktische Umsetzung von den unternehmerischen Entscheidungen der in Frage kommenden Fluglinien ab. Das gilt natürlich auch für die sogenannten Billigcarrier, denen einzelne Regionalflughäfen in jüngster Zeit beträchtliche Verkehrszuwächse zu verdanken haben", schloss Kukacka.

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