FRAUENHELPLINE GEGEN MÄNNERGEWALT 0800/222 555: 76.900 Anrufe in 5 Jahren

Wien (OTS) - Seit Juni 1999 wurden rund 76.900 Anrufe von den Beraterinnen der Frauenhelpline am Telefon betreut und unterstützt (siehe Tabelle).

Jahr Anrufe 1999 6.338 2000 7.900 2001 16.338 2002 17.009 2003 17.072 2004 12.200 (bis 31.08.04) gesamt 76.857

Die bundesweite Frauenhelpline 0800/222 555 hat an Bekanntheitsgrad zugenommen und sie wird von Jahr zu Jahr mehr von Hilfesuchenden in Anspruch genommen. Insgesamt hat sich Zahl der Anrufe (von Juni 1999 bis Dezember 2003).um etwa 63% gesteigert Während zu Beginn 3-4 AnruferInnen durchschnittlich am Tag bzw. beraten wurden, so sind es nun durchschnittlich 50 AnruferInnen, die Hilfe und Unterstützung bei der kostenlosen telefonischen Beratungseinrichtung erhalten können. Mehr als die Hälfte der AnruferInnen sind hilfesuchende Frauen und Mädchen. Aber auch Männer, Kinder und Jugendliche, Angehörige, FreundInnen von Betroffenen, Kinder für betroffene Eltern oder Eltern für betroffenen Kinder sowie MitarbeiterInnen aus sozialen und anderen Institutionen wenden sich an die Frauenhelpline. Nicht nur die Zahl der Anrufe ist steigend, auch die Zahl jener Anruferinnen in Krisensituationen bzw. akuten Gewaltsituationen ist im Ansteigen begriffen. Während z.B. 2001 233 Frauen in einer akuten Krise anriefen, so suchten 2003 bereits 600 Frauen Hilfe und Unterstützung in einer Krisensituation bzw. akuten Gewaltsituation bei der Helpline. Allein 2004 haben bereits rund 300 Frauen in einer Akutsituation angerufen. Wie wichtig die Frauenhelpline an Wochenenden, Feiertagen oder in der Nacht ist, zeigen die Zahlen: Ein Drittel der Anrufe erreichen die Kriseneinrichtung am Wochenende und an Feiertagen; und ebenfalls ein Drittel in der Nacht - in einer Zeit, in der viele andere Hilfseinrichtungen geschlossen sind. Daran hat sich seit Beginn kaum etwas geändert. Während am Anfang des Betriebes der telefonischen Beratungseinrichtung die meisten AnruferInnen aus Wien und Niederösterreich waren, ist bis heute eine Zunahme aus den anderen Bundesländern wie z.B. Steiermark, Kärnten, Oberösterreich und Tirol zu verzeichnen. Im Juni 1999 wurde die bundesweite Frauenhelpline gegen Männergewalt im Verein Autonome Österreichischer Frauenhäuser eingerichtet und sie ist mittlerweile ein nicht mehr wegzudenkender Baustein im Unterstützungsapparat für Gewaltopfer.

Noch ist die Frauenhelpline 0800/222 555 nicht überall bekannt. Die Nummer 0800/222 555 sollte wie alle anderen Notrufnummern in jedem Haushalt und in jeder wichtigen Einrichtung aufliegen, damit sie jederzeit verfügbar ist.

Die Frauenhelpline wird vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen finanziert

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Maria Rösslhumer
Tel: 01/5440820 und 0664/793 07 89

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