Vorrang für den Öffentlichen Verkehr

Verkehrsstadtrat Schicker zeigt sich über die zwei aktuellsten Projekte in der Stadt sehr zufrieden

Wien (OTS) - Der Masterplan Verkehr für Wien, vom Gemeinderat im Herbst 2003 beschlossen, zielt auf die Bevorrangung des öffentlichen Verkehrs ab. Besonders für Straßenbahnen und Busse soll auf der gesamten Streckenlänge der Vorrang eingeräumt werden. "Die Reisegeschwindigkeit der Öffis kann mit der Schaffung eigener Gleiskörper bzw. Busspuren, beeinflussbarer Ampeln und einer schrittweisen Realisierung des rechnergestützten Betriebsleitsystems spürbar erhöht werden", ist Stadtrat Schicker überzeugt. Dies gelte besonders für jene Stadtgebiete, die nicht mit hochrangigen Verkehrsmitteln wie etwa der U-Bahn erschlossen sind.

Buskorridor Wienerbergstraße

Die Wienerbergstraße zwischen Breitenfurter Straße und der Triesterstraße wird auch von einigen Buslinien befahren. Die Verkehrsbelastung führt vor allem in den Verkehrsspitzen zunehmend zu wesentlichen Behinderungen des öffentlichen Verkehrs. Somit wurden Maßnahmen zum Vorrang für die Busse ergriffen. Anstelle der Markierung von Busspuren, die sich in diesem Fall äußerst restriktiv auf den übrigen Verkehr auswirken würde, ist in der Wienerbergstraße ausschließlich mit signaltechnischen Maßnahmen ein "intelligenter Buskorridor" eingerichtet worden.

"Eine dynamische Steuerung der Ampeln bewirkt, dass die Grünphase in der Wienerbergstraße nach Anmeldung eines Busses variabel verlängert werden kann. Dadurch werden die Buslinien zügig geführt und gleichzeitig sollen keine längeren Wartezeiten bei den Ampeln entstehen", so der Verkehrsstadtrat. Zusätzlich würden sich die Linksabbieger an den Kreuzungen Wittmayergasse, Pottendorfer Straße, Cothmannstraße, Erschließungsstraße (Euro Plaza), Eibesbrunnergasse, Rotdornallee, Köglergasse und Eschenallee nur mehr 'anmelden'. Dies bevorzuge den Verkehr in der Wienerbergstraße nochmals und würde auch bei den Bussen eine kürzere Reisezeit bewirken.

Diese dynamische Signalsteuerung wurde am 10. September 2004 in Betrieb genommen und von den AutofahrerInnen gab es bis dato nur positive Reaktionen. Die Kosten von etwa EUR 320.000,-- werden zu 2/3 vom Straßenerhalter und zu 1/3 von den Wiener Linien bedeckt.

"Die Schaffung eines 'intelligenten Buskorridors' auf der Basis einer dynamischen Ampelsteuerung zeigt, dass es durch innovative Maßnahmen möglich ist, die Ziele des Masterplan Verkehr auch in die Praxis umzusetzen und damit eine grundlegende Verbesserung für öffentliche Verkehrsmittel, aber auch für die Bewohner des Wienerbergs, sowie die dort arbeitenden Menschen sicherzustellen", hob abschließend Robert Baumgartner, Stellvertreter der Bezirksvorsteherin des 12. Bezirks, hervor.

Höhere Geschwindigkeit der städtischen Buslinien in Tempo 30-Zonen

Um Wohngebiete wirksam vom Verkehr zu beruhigen, werden zunehmend in ganz Wien Tempo 30-Zonen errichtet. Untersuchungen in diesen Zonen haben ergeben, dass die Geschwindigkeiten um zirka 8 Prozent reduziert wurden. Damit verringern sich die Unfälle mit Personenschäden und auch die Unfallschwere.

Die Wiener Linien haben bei der MA 46 - Verkehrorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten einen Antrag gestellt, in bestimmten Straßenzügen im 22. Bezirk mit den Buslinien 93A, 97A, 98A und 99B schneller als die gestatteten 30km/h fahren zu dürfen. Bei einer etwas höheren Geschwindigkeit von ca. 40km/h kann auf einen höheren Gang geschalten werden. In der Folge verringert sich der Lärmpegel wesentlich, die Abgaswerte werden reduziert und die Durchfahrtszeiten könnten verbessert werden. Mit diesem Projekt sind die Fahrgäste eindeutig besser und schneller unterwegs, und der öffentliche Verkehr ist in Wien wieder um ein Maß attraktiver.

Der Pilotversuch startet ab sofort und soll in spätestens 2 Jahren evaluiert werden. Auf eventuelle Gefahrensituationen wurde Bedacht genommen, denn gemeinsam mit der Bezirksvertretung wurden nur jene Strecken "freigegeben", bei denen die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. (Schluss) kel

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