• 20.09.2004, 11:06:55
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  • OTS0104 OTW0104

Vorrang für den Öffentlichen Verkehr

Verkehrsstadtrat Schicker zeigt sich über die zwei aktuellsten Projekte in der Stadt sehr zufrieden

Wien (OTS) - Der Masterplan Verkehr für Wien, vom Gemeinderat im
Herbst 2003 beschlossen, zielt auf die Bevorrangung des öffentlichen
Verkehrs ab. Besonders für Straßenbahnen und Busse soll auf der
gesamten Streckenlänge der Vorrang eingeräumt werden. "Die
Reisegeschwindigkeit der Öffis kann mit der Schaffung eigener
Gleiskörper bzw. Busspuren, beeinflussbarer Ampeln und einer
schrittweisen Realisierung des rechnergestützten Betriebsleitsystems
spürbar erhöht werden", ist Stadtrat Schicker überzeugt. Dies gelte
besonders für jene Stadtgebiete, die nicht mit hochrangigen
Verkehrsmitteln wie etwa der U-Bahn erschlossen sind.

Buskorridor Wienerbergstraße

Die Wienerbergstraße zwischen Breitenfurter Straße und der
Triesterstraße wird auch von einigen Buslinien befahren. Die
Verkehrsbelastung führt vor allem in den Verkehrsspitzen zunehmend zu
wesentlichen Behinderungen des öffentlichen Verkehrs. Somit wurden
Maßnahmen zum Vorrang für die Busse ergriffen. Anstelle der
Markierung von Busspuren, die sich in diesem Fall äußerst restriktiv
auf den übrigen Verkehr auswirken würde, ist in der Wienerbergstraße
ausschließlich mit signaltechnischen Maßnahmen ein "intelligenter
Buskorridor" eingerichtet worden.

"Eine dynamische Steuerung der Ampeln bewirkt, dass die
Grünphase in der Wienerbergstraße nach Anmeldung eines Busses
variabel verlängert werden kann. Dadurch werden die Buslinien zügig
geführt und gleichzeitig sollen keine längeren Wartezeiten bei den
Ampeln entstehen", so der Verkehrsstadtrat. Zusätzlich würden sich
die Linksabbieger an den Kreuzungen Wittmayergasse, Pottendorfer
Straße, Cothmannstraße, Erschließungsstraße (Euro Plaza),
Eibesbrunnergasse, Rotdornallee, Köglergasse und Eschenallee nur mehr
'anmelden'. Dies bevorzuge den Verkehr in der Wienerbergstraße
nochmals und würde auch bei den Bussen eine kürzere Reisezeit
bewirken.

Diese dynamische Signalsteuerung wurde am 10. September 2004 in
Betrieb genommen und von den AutofahrerInnen gab es bis dato nur
positive Reaktionen. Die Kosten von etwa EUR 320.000,-- werden zu 2/3
vom Straßenerhalter und zu 1/3 von den Wiener Linien bedeckt.

"Die Schaffung eines 'intelligenten Buskorridors' auf der Basis
einer dynamischen Ampelsteuerung zeigt, dass es durch innovative
Maßnahmen möglich ist, die Ziele des Masterplan Verkehr auch in die
Praxis umzusetzen und damit eine grundlegende Verbesserung für
öffentliche Verkehrsmittel, aber auch für die Bewohner des
Wienerbergs, sowie die dort arbeitenden Menschen sicherzustellen",
hob abschließend Robert Baumgartner, Stellvertreter der
Bezirksvorsteherin des 12. Bezirks, hervor.

Höhere Geschwindigkeit der städtischen Buslinien in Tempo
30-Zonen

Um Wohngebiete wirksam vom Verkehr zu beruhigen, werden
zunehmend in ganz Wien Tempo 30-Zonen errichtet. Untersuchungen in
diesen Zonen haben ergeben, dass die Geschwindigkeiten um zirka 8
Prozent reduziert wurden. Damit verringern sich die Unfälle mit
Personenschäden und auch die Unfallschwere.

Die Wiener Linien haben bei der MA 46 - Verkehrorganisation und
technische Verkehrsangelegenheiten einen Antrag gestellt, in
bestimmten Straßenzügen im 22. Bezirk mit den Buslinien 93A, 97A, 98A
und 99B schneller als die gestatteten 30km/h fahren zu dürfen. Bei
einer etwas höheren Geschwindigkeit von ca. 40km/h kann auf einen
höheren Gang geschalten werden. In der Folge verringert sich der
Lärmpegel wesentlich, die Abgaswerte werden reduziert und die
Durchfahrtszeiten könnten verbessert werden. Mit diesem Projekt sind
die Fahrgäste eindeutig besser und schneller unterwegs, und der
öffentliche Verkehr ist in Wien wieder um ein Maß attraktiver.

Der Pilotversuch startet ab sofort und soll in spätestens 2
Jahren evaluiert werden. Auf eventuelle Gefahrensituationen wurde
Bedacht genommen, denn gemeinsam mit der Bezirksvertretung wurden nur
jene Strecken "freigegeben", bei denen die Verkehrssicherheit
gewährleistet ist. (Schluss) kel

OTS0104    2004-09-20/11:06

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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