Pirklhuber: Gentech-Zulassungswelle muss gestoppt werden Gentechnikgesetznovelle muss en Schutz der GVO-freien Regionen ermöglichen

"Heute könnte der Genmais MON863 im Regelungsausschuss der EU für den Import zugelassen werden", befürchtet der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber. In diesem Konstrukt wird erstmals das Bt Toxin cry3Bb1 für Resistenz gegen den Maiswurzelbohrer verwendet. Ein Expertenkomitee der EU wird sich mit der Zulassung befassen. Sollte sich das Gremium nicht einigen können, fällt die Entscheidungsbefugnis an den Ministerrat der EU-Mitgliedsstaaten.

Pirklhuber fordert Umweltminister Pröll auf, sich jedenfalls gegen die Zulassung des Gen-Maises der Firma Monsanto auszusprechen. "Die Nagelprobe für die Ernsthaftigkeit unserer Bemühungen, die österreichisches Landwirtschaft vor den Gefahren der GVO-Saaten zu schützen, steht unmittelbar bevor. Daher müssen in der Gentechnikgesetz-Novelle explizit die Schaffung und der Schutz gentechnikfreier Regionen geregelt und Haftungsbestimmungen nach dem Verursacherprinzip eingeführt werden", so Pirklhuber.

Pirklhuber warnt vor der Zulassung von MON863, da es nur wenige Studien über die Auswirkung gibt, die einander widersprechen. Die französische Gentechnikkommission hat von einer Zulassung abgeraten, da bei Ratten, die diese Sorte Gen-Mais fraßen, Veränderungen im Blutbild und an den Nieren zu erkennen gewesen seien. "Die Behauptung der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörte (EFSA) und des Herstellers Monsanto, die Gentech-Sorte sei so sicher wie herkömmlicher Mais, muss unbedingt durch zusätzliche Studien abgesichert werden", so Pirklhuber. Darüberhinaus enthalte MON864 Gene für eine Antibiotikaresistenz, was dazu führen könnte, dass notwendige Medikamente unwirksam werden. "Wir haben in Europa genügend hochqualitative und gentechnikfreie Lebens- und Futtermittel und daher keinen Grund, derartige Risiken einzugehen", so Pirklhuber.

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