Deponie Frohnleiten feiert 40er...

...mit neuen Anlagen und verändertem Gesicht / Höchste Anerkennung für Klärschlamm-Trocknung: "Ein Quantensprung. Dem Betreiber ist zu gratulieren"

Frohnleiten (OTS) - Mit einem "Tag der Offen Tür" feierte das ABEZ Frohnleiten (Abfallbehandlungs- und Entsorgungszentrum) auf dem Dürrnberg am Samstag (18. September 04) das 40. Jubiläum der ersten Deponiegenehmigung und präsentierte dabei die jüngst in Betrieb gegangenen neuen Anlagen, nämlich die Klärschlammtrocknung zur Herstellung von Ersatzbrennstoff und die Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) der Servus Abfall, sowie das Blockheizkraftkraft, das die beiden Anlagen mit Wärme versorgt, und die seit Jahresanfang betriebene Nachrotte auf der Deponiefläche.

Bei prachtvollem Herbstwetter nutzten hunderte Besucher die Gelegenheit zur Besichtigung der neuen Anlagen und der seit dem bundesweit wirksamen Ablagerungsverbot seit Jahresanfang grundsätzlich veränderten Deponie: "Dort, wo bis Ende 2003 die Abfälle in die Deponie eingearbeitet worden sind, finden jetzt die Nachrotte für die MBA in einer Tafelmiete und die Klärschlamm-Kompostierung in Dreiecksmieten statt, wodurch sich das +Gesicht+ der Deponie grundlegend verändert hat, wie auch die häufig überraschten Besucher festgestellt haben", merkte Bürgermeister Ing. Wolfgang Thomann zufrieden an.

"Durch laufende Investitionen in Verwertungsanlagen konnten wird den erwarteten Rückgang der Abfall-Schüttmengen zum Teil ausgleichen, sodass die Stadtgemeinde ihre Leistungen für die BürgerInnen weiterhin aufrechterhalten kann", erläutert Thomann die Politik der Stadt Frohnleiten.

Die erst Mitte August in Betrieb gegangene Klärschlammtrocknungs-Anlage der ABL, in der Ersatzbrennstoff hergestellt wird, dessen Heizwert dem einer guten Braunkohlensorte entspricht, erregte besonderes Interesse und hat gerade rechtzeitig zur öffentlichen Präsentation höchste ministerielle Anerkennung gefunden: "Grundsätzlich sind Konzept und Ausführung dieser Anlage sehr positiv zu bewerten - insbesondere das durchdachte energetische Konzept", erklärte Sektionschef DI Dr. Leopold Zahrer, Leiter der Sektion "Stoffstromwirtschaft, Umwelttechnik & Abfallmanagement" im Lebensministerium.

"Sie (die ABL-Anlage) stellt im Gegensatz zu vielen anderen +Lösungsversuchen+ der Klärschlammproblematik gleichsam einen Quantensprung dar. Bei Nachlassen der Deponiegasproduktion könnte langfristig eine Verbrennung direkt vor Ort eine weitere Überlegung darstellen. Beim derzeit vorgesehenen Einsatz des Klärschlamm-Granulates in Mitverbrennungsanlagen ist natürlich dessen Qualität zu beachten, wobei diese regelmäßig zu kontrollieren ist. Nicht uninteressante Details betreffen natürlich auch die Abluftbehandlung, um eine umweltgerechte Klärschlamm-Behandlung zu gewährleisten. Ein ordnungsgemäßer Betrieb wird zeigen, wie groß der Beitrag zum Schutz der Umwelt sich erweisen wird", stellt Österreichs höchster Beamter für die Abfallwirtschaft fest.

Dem Wandel von der Deponie Frohnleiten zum Abfallbehandlungszentrum zollt Sektionschef Dr. Leopold Zahrer höchste Anerkennung: "Dem Anlagenbetreiber ist zu diesem weiteren Baustein eines gesamthaften Entsorgungssystems zu gratulieren".

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