Sallmutter: Netzwerk gegen Sonntagsöffnung ist grenzüberschreitend

Csörgits: Sonntagsöffnung bringt keinen zusätzlichen Umsatz

Wien/Kittsee (ÖGB). Die Allianz für den freien Sonntag ist inzwischen grenzüberschreitend. Das wurde Samstag bei einem Treffen im burgenländischen Kittsee dokumentiert. Im Rahmen dieses Treffens fand auch eine Diskussion zum Thema "Arbeitsfreier Sonntag - Sinn oder Unsinn" statt. Mit am Podium ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Renate Csörgits, ÖGB-Vizepräsident und GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter sowie der Linzer Diözesanbischof Aichern.++++

Es stimme nicht, dass es bei den östlichen Nachbarn "die große Einbahn in Richtung totaler Liberalisierung und Deregulierung gibt", stellte der GPA-Vorsitzende fest. Sallmutter: "Die GPA hat in Form des Dialoges mit den osteuropäischen Gewerkschaften ein Netzwerk der grenzüberschreitenden Solidarität gebildet. Die Gewerkschaften für die Handelsgewerkschaften haben eine gemeinsame Initiative zur Begrenzung der Sonntagsarbeit ergriffen und bereits erste Erfolge erzielt."

Die ÖGB-Vizepräsidentin wies darauf hin, dass die Forderung nach der totalen Sonntagsöffnung immer dann komme, wenn die Handelsumsätze stagnieren oder sinken. Csörgits: "Wenn den Menschen ständig Geld weggenommen wird und die finanziellen Belastungen steigen können sie sich auch am Sonntag nichts kaufen". Von der Sonntagsöffnung würden vor allem Frauen betroffen sein. Die ÖGB-Vizepräsidentin:
"Sonntagsarbeit wirft nur Probleme auf. Ob es die Kinderbetreuung oder das Verkehrsproblem ist, arbeiten am Sonntag belastet die Beschäftigten und macht keinen Sinn."(ff)

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