40% weniger Studierende an der Uni Linz

Alarmglocken an den Universitäten schrillen nun für alle hörbar!

Linz (OTS) - Rückgang der Studienanfänger, Akademikerquote auf extrem niedrigem Niveau, überdurchschnittliche Drop-out-Rate, lange Studiendauer und unterdurchschnittliche Budgetausstattung. Zu diesen erschütternden Ergebnissen, kommt eine aktuelle OECD-Studie, die erst vor kurzem bekannt wurde.

Alleine an der Universität Linz gibt es nach jüngsten Erhebungen seit dem Wintersemester 2000 um 7.544 Studierende weniger! Waren 2000 noch 19.103 Personen an der Linzer Universität eingeschrieben, so konnten im Sommersemester 2004 nur noch 11.559 Studierende gezählt werden. Das ist ein Rückgang von exakt 39,5%.

Die Gründe für diese Horrorzahlen liegen auf der Hand: Die schlechte Budgetierung der Universitäten führt zu unübersehbaren Kapazitätsengpässen, die ein Studium oft unattraktiv erscheinen lassen. Auch die im Jahre 2000 eingeführten Studiengebühren sind Ursache für das hierzulande insgesamt mangelhafte Interesse an einem Studium. Vor allem arbeitende Studenten werden ja - aufgrund längerer Studienzeiten - doppelt zur Kasse gebeten.

In Wirklichkeit sind unsere Studentinnen und Studenten also mit Rahmenbedingungen konfrontiert, die nicht unbedingt dazu anregen, ein Studium an einer Hochschule überhaupt zu beginnen. Diese an sich schon unbefriedigende Situation wird durch die schwarz-blaue Pensionsreform aber sogar noch zugespitzt. Immerhin gehen die Durchrechnung auf Lebenszeit sowie die Nichtanerkennung von Studienzeiten für die Pension voll zu Lasten der Studierenden. Sie können sich später allfällige pensionsbegründende Studienzeiten teuer nachkaufen beziehungsweise auf die risikoreiche und mit hohen Kosten verbundene Privatvorsorge ausweichen.

"Es darf also nicht verwundern, wenn sich jemand in Österreich die Aufnahme eines Studiums zweimal überlegt. Das belegen die Zahlen der Universität Linz eindeutig. Es besteht ohne Zweifel die Gefahr, dass die wirtschaftliche Entwicklung unseres Bundeslandes ernsthaften und nachhaltigen Schaden nimmt. Weniger Akademikerinnen und Akademiker bedeuten schließlich auch weniger Know-how für ein Land. Will man diesen Kreis durchbrechen, muss man die Bedingungen für Studierende jedenfalls sehr rasch entscheidend verbessern", meint LH-Stv. DI Erich Haider abschließend.

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