"Neues Volksblatt" Kommentar: "Es reicht!" (Von Christian Buchar)

Ausgabe vom 17. September 2004

Linz (OTS) - =

St. Pölten ist nicht der Nabel der christlichen Welt.
In den vergangenen Wochen allerdings musste man den Eindruck gewinnen, die katholische Kirche in Österreich und darüber hinaus habe kein anderes - wichtigeres! - Thema als St. Pölten und Bischof Krenn. Menschenrechte, Asylanten, neue Armut, Sozialhirtenbrief usw. - wer redet darüber? Die Schuld für diese Entwicklung liegt sowohl bei der Institution Kirche als auch den handelnden Personen. Bei einer Kirche, die nicht in der Lage ist, einen Konflikt in angemessener Form zu bewältigen. Wenn ein Bischof sagt, er würde tun, was ihm Rom beziehungsweise der Papst befiehlt - dann hat dieser Befehl zu erfolgen. Unmissverständlich und ohne unnötige Verzögerung. Die Schuld liegt aber auch bei Bischof Krenn, der ganz offensichtlich weder die Zeichen der Zeit wahrhaben noch den Vorschlägen der vatikanischen Diplomatie - "Rücktritt aus Gesundheitsgründen" -entsprechen will. Wie auch immer - jetzt jedenfalls ist der Zeitpunkt gekommen, wo man als Katholik sowohl an die Adresse Roms als auch Krenns nur appellieren kann: Brüder in Christus, es reicht!

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