AKS und SJ NÖ: Nein zur Einführung eines Numerus Clausus

Wieland/Frühwirt: Cartellverband offenbart wahre bildungspolitische Visionen der ÖVP

St. Pölten (SPI) - "Die Einführung eines Numerus Clausus ist völlig indiskutabel und auf das schärfste zurückzuweisen" so Bernhard Wieland, Landesvorsitzender der SJ NÖ (Sozialistischen Jugend NÖ) auf eine entsprechende APA Aussendung des CV.
Der mit einigem Einfluss in der ÖVP ausgestattete CV nimmt hier anscheinend einmal mehr eine zukünftige bildungspolitische Forderung der Konservativen vorweg.

"Bildung soll nur noch einer sehr geringen Bevölkerungsschicht zugänglich sein. Die Vorschläge des CV laufen auf eine 2 Klassenbildung hinaus" so Florian Frühwirt, Vorsitzender der AKS NÖ (Aktion kritischer SchülerInnen NÖ). Denkt man diesen Bildungszugang konsequent weiter, dient Bildung ausschließlich dazu, Menschen als Humanmaterial auf dem Arbeitsmarkt vermarkten zu können. Jenen, die sich Bildung erkaufen können, stehen durch ein ungestörtes Studium alle Chancen offen, während für die große Masse Bildung zum Luxusgut verkommt. "Eine solche soziale Selektion führt zu einer Bildung von Eliten, während die breiten Bevölkerungsschichten Masse zunehmend 'verdummen'. Eine Entwicklung die die Konservativen anscheinend mit Absicht anstreben, um ihre Klientel ungestört bedienen zu können." so Frühwirt weiter.

Bildungseinsparungen, schlechte Infrastruktur und Stundenkürzungen, sind alles Zeichen für ein mutwilliges Kaputtsparen des an sich gut funktionierenden öffentlichen Bildungssystems. "Es geht offenbar darum, öffentliche Schulen möglichst unattraktiv zu gestalten um den Boden für Privatschulen aufzubereiten", so Wieland. Bezeichnend sei die Offenheit mit der der Cartellverband seine rückwärtsgewandten bildungspolitischen Forderungen in der Öffentlichkeit vertritt.

"Wir sehen es als unsere Aufgabe die Betroffenen - die SchülerInnen dieses Landes - über die gefährlichen Pläne der Konservativen aufzuklären. Immerhin sind es die Zukunftschancen der breiten Masse, die die Konservativen mit derartigen Methoden beschneiden wollen", so Wieland und Frühwirt abschließend. (Schluss) ff

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