Blatnik: Haider bestraft mit Expositur Schwabegg zweisprachige Schüler

Vorsitzende der ARGE Volksgruppen in der SPÖ kritisiert geplante Schulschließung kontra Lebensqualität durch wohnortnahe Kleinschulen im ländlichen Raum

Klagenfurt - (SP-KTN) - Scharfe Kritik an der geplanten Schließung der kleinen Schule Schwabegg übte am Donnerstag die Vorsitzende der ARGE Volksgruppen in der SPÖ, Bundesrätin Ana Blatnik. "Die Reduktion der Volksschule Schwabegg auf eine Expositur ist nichts anderes als ein pädagogisches Zwischenparken bis zur endgültigen Schließung", warnte Blatnik und wies daraufhin, dass die Schülerzahl im nächsten Jahr wieder größer sein werde, dies gehe aus den Unterlagen der Schule hervor. "Statt Schulen einfach auf eine Expositur zu reduzieren, ist eine langfristige und vorausschauende Bildungsplanung nötig, diese vermisse ich bei Schulreferent Haider schmerzlich", so Blatnik.

Bedenklich ist der Eingriff in den selbständigen Schulstatus für Blatnik auch aus verfassungsrechtlichen Gründen, denn Schwabegg ist eine zweisprachige Schule. "Mit dem Staatsvertrag hat sich Österreich verpflichtet, die zweisprachigen Schulen in den Gemeinden weiterzuführen. Dies gilt auch für Schwabegg", erklärte die Bundesrätin und ergänzte: "Höchstgerichtsverfahren sind auch wegen ähnlicher Fälle in den Gemeinde Eisenkappel und Zell Pfarre anhängig." (Schluss)

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