AK zu Leitl: Lehrstellenkrise lösen, nicht herunterspielen!

Einige 100 Lehrstellen mehr sind positiv, aber zu wenig für fast 17.000 Jugendliche ohne Lehrstelle im Betrieb

Wien (OTS) - Die Lehrstellenkrise ist zu dramatisch, dass sie mit einigen 100 Lehrstellen mehr gelöst wäre, so die Arbeiterkammer zu Wirtschaftskammerpräsident Leitl. Genau 16.879 Jugendliche haben derzeit keine Lehrstelle im Betrieb: 8.896 brauchen sofort eine Lehrstelle, 3.229 sind in laufenden Auffangnetzlehrgängen, und dazu kommen noch 4.754 in kurzfristigen Schulungen, die nicht zum Auffangnetz gehören und auch nicht auf eine nachfolgende Ausbildung angerechnet werden. Alle zusammen brauchen eine komplette Lehrausbildung, auch die Jugendlichen in den kurzfristigen Schulungen und Auffangnetzlehrgängen bewerben sich laufend um eine Lehrstelle. Für die AK ist es auch keine Lösung, etwa Wiener Jugendliche, die EDV-Technik lernen wollen, auf Gastgewerbe-Lehrstellen in anderen Bundesländern zu verschicken. Zur Lösung der Lehrstellenkrise verlangt die AK, dass das Auffangnetz zur Jugendausbildung sofort auf 9.000 Plätze aufgestockt wird. Außerdem müssen die Jugendlichen im Auffangnetz ein Recht auf den Lehrabschluss haben. Dazu sollen überbetriebliche Ausbildungseinrichtungen für Zukunftsberufe geschaffen werden. Von der Wirtschaft will die Arbeiterkammer einen Lastenausgleich zwischen nicht ausbildenden und ausbildenden Unternehmen.

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