Scheele: Europa muss sich deutlich zum Artenschutz bekennen

Dramatischen Rückgängen bei Tierpopulationen entgegen steuern!

Wien (SK) Anlässlich der heutigen Strassburger Plenardebatte über die sogenannte CITES-Konvention (Washingtoner Artenschutzabkommen) wies Karin Scheele, SPÖ-Europaabgeordnete und Mitglied des Umweltausschusses, eindringlich auf die dramatische Bedrohungssituation vieler Tierarten hin. "Neben der Zerstörung der Lebensräume stellt der internationale Handel die größte Gefahr für das Überleben der Tiere dar. Deshalb ist es notwendig, dass sich die Europäische Union in Bangkok mit starker Stimme für strengere Handelsbeschränkungen einsetzt." ****

In der thailändischen Hauptstadt findet von 2. bis 14. Oktober 2004 die Konferenz der Washington-Vertragsstaaten statt. Die CITES-Konvention ist das wichtigste globale Abkommen zum Schutz bedrohter Arten und zur Regelung des internationalen Handels mit bedrohten Pflanzen und Tieren. Insgesamt sind rund 30.000 Arten durch das Abkommen geschützt.

"Wir fordern die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten auf", so Scheele, "das Vorsorgeprinzip zur Grundlage aller Entscheidungen zu machen." Unter anderem habe das Thema Elfenbeinhandel die heutige Diskussion im Parlament dominiert. Scheele dazu: "Aus der jetzt vorliegenden Resolution geht klar hervor, dass das Europäische Parlament die Forderung Kenias, ein 20-jähriges Moratorium für den Handel mit Elfenbein einzuführen, ausdrücklich begrüßt." Der Bestand des afrikanischen Elefanten habe sich von 1980 bis 1989 von 1,2 Millionen auf 600.000 Tiere verringert. Bis zum Jahr 2001 sei es nochmals zu einer Halbierung auf 301.000 Exemplare gekommen. In Asien gebe es derzeit sogar weniger als 50.000 Elefanten.

Auf europäischen Flughäfen würden immer wieder große Mengen an Elfenbein beschlagnahmt, betrügerische und falsche Informationen in Zollerklärungen und CITES-Genehmigungsformularen seien weit verbreitet. Deshalb sei es hoch an der Zeit, Elefanten einen höheren Schutz einzuräumen. "Diese Forderung gilt natürlich auch für andere Tierarten wie etwa den afrikanischen Löwen. Auch hier hat es in den letzten Jahren dramatische Rückgänge gegeben", betont Scheele. (Schluss) ps/mm

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