Sallmutter zu Leitl: Ungeeignete Lösungsrezepte für Probleme im Handel

Position der Betriebsräte gehört gestärkt

Wien (GPA) - "Ein geeignetes Rezept, an der Lösung der Probleme im Handel mitzuwirken, wäre, dass WKÖ-Präsident Leitl seine Mitgliedsbetriebe dazu auffordert, Betriebsratswahlen nicht weiter zu behindern und bestehende Gesetze einzuhalten. Nur wenn die Position der Vertretungen der Angestellten gestärkt wird, kann eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Handel erzielt werden", reagiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter, auf die heutigen Aussagen von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.++++

"Die von Leitl vorgeschlagene Ganzjahresdurchrechnung wäre ein völlig ungeeignetes Rezept zur Verbesserung der Situation. Im Gegenteil, die jetzt schon bestehenden großzügigen Durchrechnungszeiträume im Handel stellen in Wirklichkeit eine der Wurzeln der aktuellen Probleme bei der Arbeitszeitabrechnung dar. Wenn dem WKÖ-Präsidenten eine gelebte Sozialpartnerschaft ein Anliegen ist, soll er sich dafür einsetzen, dass diese Partnerschaft als faire Beziehung auch im Bereich des Handels konkret gelebt wird. In einigen großen Handelsunternehmen wird die Einsetzung von Betriebsräten von Seiten des Managements jedoch massiv behindert. Nur wenn die Angestellten in die Lage versetzt werden, durch eine starke und gesetzlich legitimierte Vertretung, zu ihren Rechten zu gelangen, können faire Arbeitsbedingungen Platz greifen", so Sallmutter abschließend.

ÖGB, 16. September
2004
Nr. 589

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