ÖBIG-Studie ist nicht der "Stöger-Plan"!

Gesundheits-Landesrätin plant Bettenumwandlung hin zu notwendiger Altersmedizin - Pühringer hingegen plant massiven Betten- und Abteilungsabbau

Linz (OTS) - "Es ist absolut falsch, dass viele Punkte meines Gesundheitsplanes mit den von der Pühringer-Kommisssion vorgeschlagenen Spitalsbettenschließungen ident seien", dementiert Gesundheits-Landesrätin Dr. Silvia Stöger. "Im Gegenteil, die Konzeption ist grundverschieden: Die Pühringer-Kommission hat ihre Planungen auftragsgemäß völlig einseitig nur auf finanzielle Einsparungsmöglichkeiten durch massive Betten- und Abteilungskürzungen ausgerichtet. Mein Konzept stellt hingegen eine vorausschauende, aufeinander abgestimmte Planung des gesamten Leistungsangebots im Gesundheitswesen dar."

Eine nun fälschlicherweise als "Stöger-Plan" kolportierte Studie des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen (ÖBIG) ist eine von mehreren Vorstudien für den Gesamtgesundheitsplan der Landesrätin, aber keinesfalls der "Stöger-Plan"! "Wichtigster Teil dieser Studie ist die Experten-Empfehlung, rund 500 Akut-Spitalsbetten in Nachsorgebetten umzuwandeln und weitere rund 400 Betten für Akutgeriatrie/Remobilisation zu verwenden. Zu diesem richtungsweisenden Hauptteil der Studie stehe ich vollinhaltlich, weil damit der durch die Bevölkerungsentwicklung absulut notwendigen Verbesserung der Altersmedizin entsprochen wird. Daher ist das auch ein wesentlicher Teil meines Gesundheitsplanes, den ich morgen offiziell präsentieren werde. Während die Pühringer-Planung also Richtung massivem Bettenabbau geht, gehe ich in Richtung medizinisch sinnvoller Bettenumwandlungen. Dabei darf die Verstärkung der Nachsorge aber nicht bei den Spitalstüren enden, sondern muss auch außerhalb durch Verstärkung der mobilen und sozialen Dienste und durch Verbesserung der Alten- und Langzeitversorgung ergänzt werden" so Stöger.

Das ÖBIG-Vorkonzept für den "Stöger-Plan" wurde auch noch ergänzt durch zahlreiche Bedarfserhebungen und Spitals-Auslastungs-Studien sowie regionalen Entwicklungskonzepten. "Daraus ergab sich zusammenfassend, dass ich kolportierten Schließungen von zahlreichen Abteilungen für Unfallchirurgie, Kinderheilkunde sowie Gynäkologie/Geburtshilfe keinesfalls zustimmen werde und solche Überlegungen auch nicht in meinem Gesundheitsplan enthalten sind", betont Stöger.

Der "Stöger-Plan" wird morgen Freitag, 17. September 2004, 10.00 Uhr, im oö. Presseclub, Linz (Ursulinenhof), präsentiert.

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